Start-ups
03.04.2017

Helferline expandiert nach Linz und Salzburg

Das Technik-Service-Start-up Helferline bietet seine Dienste künftig neben Wien und Graz auch in Linz und Salzburg an. Die Plattform vermittelt bereits 100 IT-Profis.

Helferline bietet Fachkräften in diversen technischen Bereichen die Möglichkeit, andere Menschen mit ihrem Know-How zu unterstützen und damit Geld zu verdienen. Das österreichische Start-up hat eine Plattform kreiert, die Service-Aufträge per App verteilt. Sie ist nun seit einem Jahr aktiv. Am Montag hat Helferline ein Resümee über das erste Geschäftsjahr gezogen und zugleich die Expansion des Dienstes in zwei weitere Landeshauptstädte angekündigt. Neben Wien und Graz werden ab sofort auch Linz und Salzburg bedient.

1000 Aufträge im ersten Jahr

In den vergangenen Monaten hat Helferine rund 1000 Aufträge erhalten. Der Pool an Technikern ist auf 100 Personen angewachsen. Die meisten davon sind Studenten. Bis auf zwei Probleme wurden alle Aufträge gelöst, erklärt Alexander Niederhofer, einer der Gründer des Start-ups, stolz. Kollege und Mitbegründer Clemens Schmidgruber erklärt, dass sich das Unternehmen aufgrund der Einnahmen bereits selbst erhalten kann. "Das sich ein Start-up nach so kurzer Zeit selbst finanzieren kann, ist selten", meint Lorenz Edtmayer, einer der Risikokapitalgeber hinter Helferline.

Hohe Kundenzufriedenheit

Helferline bietet sowohl Privat- als auch Geschäftskunden Technik-Hilfe zum Fixtarif, die per Hotline bestellt wird. Privatpersonen zahlen pro Viertelstunde 14 Euro. Anfahrtskosten werden nicht verrechnet. Von den 14 Euro behält sich Helferline eine Kommission für die Vermittlung ein, der Rest wird an den Technik-Spezialisten ausgezahlt. Dieser kommt bei Privatkunden auf einen Stundenlohn von 30 Euro, bei Geschäftskunden auf 40 Euro. Nach erledigtem Auftrag übernimmt Helferline die Abrechnung und holt Feedback vom Kunden ein. Die durchschnittliche Kundenzufriedenheit liegt nach dem ersten Geschäftsjahr bei durchschnittlich 4,92 von 5 Punkten, meint Niederhofer.

Vielfältige Kundschaft

Wie Schmidgruber erzählt, ist die Kundschaft breit gefächert. "Wir haben etwa einer Medizin-Studentin dabei geholfen, ihre Doktorarbeit zu retten, eine 95-Jährige Großmutter in die WhatApp-Gruppe ihrer Familie integriert. Wir haben einen Priester dabei unterstützt, eine Facebook-Seite für seine Gemeinde zu errichten. Die Seite hat jetzt 2000 Follower." Das "Proof of Concept" des Helferline-Geschäftsmodells sei jedenfalls voll und ganz geglückt. Nun wolle man expandieren. Linz und Salzburg sind dabei der nächste Schritt. Danach soll Helferline in ganz Österreich, später auch in Deutschland und der Schweiz angeboten werden.

Neue Kooperationspartner

2016 hat Helferline den Wettbewerb Austria's Next Top Start-up von A1 und futurezone gewonnen. Mittlerweile kooperiert das Jungunternehmen mit mehreren Partnern, unter anderem mit den Pensionistenklubs der Stadt Wien, dem Senioren-Handy-Hersteller Emporia oder den Registrierkassenanbietern ready2order und helloCash zusammen.