Start-ups
04/05/2016

Pitch Battle: Nachrichten-Start-ups im Duell

Beim Wettweberb Startups for News treten junge Unternehmen aus dem Medienbereich gegeneinander an. Die Sieger der ersten "Pitch Battles" stehen bereits fest.

Smarte Videos, innovative Werkzeuge für den Datenjournalismus oder Community-Tools für Nachrichtenseiten. Bei dem vom Global Editors Network (GEN) veranstalteten Wettbewerb Startups for News rittern Start-ups aus dem Medienbereich in insgesamt acht „Pitch Battles“ um die Teilnahme am diesjährigen Jahreskongress der Journalistenvereinigung in Wien.

Zwei der bis Mai wöchentlich stattfindenden acht Online-Wettbewerbe wurden bereits entschieden. Noch bis Mittwoch können Interessierte mittels Online-Voting zwischen dem Start-up Civil, das eine Moderationslösung für Online-Kommentare bietet, und dem Konkurrenten Lemmeno, das Analysewerkzeuge für die Verbreitung von Inhalten in Online-Netzwerken liefert, abstimmen.

Erste „Pitch Battles“ entschieden

Ihre Teilnahme an dem Treffen des Global Editors Networks in Wien bereits fixiert haben die Start-ups Sqoop und Valossa.

Sqoop durchforstet öffentlich zugängliche Dokumente von Behörden nach relevanten Themen und bietet Journalisten Filterwerkzeuge und die Möglichkeit, Alerts für ausgewählte Schlagwörter einzurichten. Durchgesetzt hat sich das US-Start-up gegen LocalFocus, das unter anderem Visualisierungslösungen für Daten bietet.

Valossa nutzt Künstliche Intelligenz zur Analyse von Videos, dabei kommen unter anderem Sprach- und Bilderkennungs-Technologien zum Einsatz. Das in Finnland und Kalifornien ansässige Start-up trat gegen Pulpix an, das Medienmachern eine Lösung für kontextbezogene Videoempfehlungen anbietet.

Beim GEN Summit 2016 in Wien, das vom 15. bis 17. Juni in der Aula der Wissenschaften stattfindet, ermittelt eine Fachjury aus den Gewinnern der Online-Duelle den Sieger des Start-up-Wettbewerbs. Als Preise winken Mentoring-Termine sowie ein Stand beim nächstjährigen GEN Summit.

Zukunftsfragen

Bei dem Kongress der Journalistenvereingung steht heuer die Frage im Mittelpunkt, wie sich Medienunternehmen gegenüber Internetfirmen wie Facebook, Apple oder Google positionieren sollen, die zunehmend auch das Nachrichtengeschäft für sich entdecken.