Start-ups
05.09.2016

Security Rockstars: 28 Start-ups rittern um Finaleinzug

Europas größter Wettbewerb für Start-ups aus dem IT-Sicherheitsbereich geht Finale. Sieben österreichische Projekte sind noch dabei.

Fast die Hälfte der heimischen Unternehmen waren laut einer Studie der Unternehmensberater von KPMG bereits Ziel eines Cyberangriffs. 71 Prozent glauben Cyberangriffe nicht verhindern zu können, lediglich 18 Prozent sehen sich gegen Cyberkriminelle gut gerüstet. Für Start-ups, die Produkte und Dienstleistungen im Sicherheitsbereich anbieten, gibt es also genug zu tun.

55 Unternehmen aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und zahlreichen anderen Ländern haben sich bei Europas größtem Start-up-Wettbewerb für IT-Sicherheit, Security Rockstars, beworben. 28 wurden von einer Expertenjury in die zweite Runde gewählt.

Authentifizierung und Cloud-Sicherheit

Die von den Start-ups abgedeckten Themenbereiche sind vielfältig. Neben zahlreichen Lösungen zur Authentifizierung und Cloud-Sicherheit habe es auch mehrere Einreichungen zu Messaging, Sicherheit im Internet der Dinge und Angriffserkennung gegeben, erzählt Markus D. Klemen vom Forschungszentrum SBA Research, das den Wettbewerb gemeinsam mit Partnern organisiert.

Die 28 verbliebenen Start-ups, sieben davon kommen aus Österreich, arbeiten nun gemeinsam mit Mentoren an Businessplänen und Marktanalysen. Ende September werden die Top-10 bekannt gegegeben. Sie werden von Experten auf die finalen Pitches vorbereitet.

Finale

Die besten fünf Start-ups treten dann bei der internationalen Sicherheitskonferenz CCS im Oktober in der Wiener Hofburg gegeinander an. Am 24. Oktober wird dort auch das Sieger-Team präsentiert. "Die Pitches werden entscheidend sein", sagt Andreas Tomek von KPMG. Die Beratungsfirma unterstützt den Wettbewerb, um Kontakte mit Start-ups herzustellen. Sicherheit werde zunehmend digitalisiert, sagt Tomek: "Wir brauchen innovative Lösungen aus Europa."

Die besten drei Start-ups erhalten insgesamt 35.000 Euro Preisgeld und Unterstützung bei der weiteren Geschäftsentwicklung. Im vergangenen Jahr konnte das Linzer Unternehmen nimbusec, das Lösungen zur Webseitensicherheit anbietet,den Wettbewerb für sich entscheiden. Mittlerweile sind Webseitenwächter auch international gut im Geschäft. Neben Großkunden in Deutschland und Österreich habe nimbusec mittlerweile auch einen Vertrieb in den USA, erzählt Tomek: "Jetzt fängt es an spannend zu werden."

Entgeltliche Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres ( BMI) .