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Cybercrime Lizard Squad startet eigenen Cyberangriffs-Dienst.

Bei einem DDoS-Angriff wird eine Webseite mit Anfragen überschwemmt
Bei einem DDoS-Angriff wird eine Webseite mit Anfragen überschwemmt - Foto: APA/EPA/DANIEL NAUPOLD
Die für Angriffe auf Xbox Live und Playstation Network bekannt gewordene Hackergruppe bietet nun DDoS-Attacken gegen Bezahlung an.

"Lizard Stresser", so nennt sich ein neuer Online-Dienst, den die Hackergruppe Lizard Squad gestartet hat. Zahlenden Kunden soll dabei die Möglichkeit geboten werden, DDoS-Attacken (distributed denial-of-service) gegen beliebige Ziele durchzuführen. Für die Cyberangriffe werden sechs bis 500 Dollar verlangt - je nach Datenvolumen und zeitlicher Länge.

Geld statt Spielerei

Die Angriffe auf die Spielenetzwerke von Microsoft und Sony, Xbox Live bzw. Playstation Network, die Lizard Squad am 25. Dezember gestartet haben, sollten die Fähigkeiten der Gruppe beweisen. Insofern könnte man sie als "Marketing-Werkzeug" betrachten, berichtet The Daily Dot. Ein weiterer Angriffsplan, nämlich gegen den Anonymisierungsdienst Tor, ist bisher weniger erfolgreich verlaufen.

"Spiele auf Twitter zu spielen ist lustig, aber am Ende geht es um Geld. Das Ziel hier - für mich zumindest, denn ich kann nicht für die anderen sprechen - ist Geld", sagt ein Lizard-Squad-Mitglied mit dem Decknamen "dragon" zur Motivation, einen kommerziellen Cyberangriffs-Dienst zu starten. Beim Angriff auf Xbox Live und Playstation Network gab die Hackergruppe zunächst an, dies rein aus Spaß gemacht zu haben.

Botnetz notwendig

Für einen Dienst wie "Lizard Stresser" ist ein schlagkräftiges Botnetz notwendig, darin sind sich IT-Sicherheitsexperten einig. Von einer großen Anzahl übernommener Computer wird eine Webseite bei einem Angriff mit einer Vielzahl von Anfragen bombardiert. Im schlimmsten Fall bricht daraufhin der Webserver der Seite zusammen. Daten werden bei einem DDoS-Angriff nicht erbeutet.

Laut Lizard Squad kann "Lizard Stresser" bei einem Angriff maximal fünf Terabit pro Sekunde an Datenverkehr produzieren. Experten halten diesen Wert für übertrieben, Schaden kann Lizard Squad aber offensichtlich dennoch anrichten. An der Aufarbeitung der Folgen des Cyberangriffs von 25. Dezember arbeitete Sony etwa mehrere Tage lang.

Erste Kunden angeblich gefunden

"Lizard Stresser" soll unterdessen bereits Kunden angelockt haben. Innerhalb der ersten drei Stunden, nachdem der Dienst gestartet wurde, hätten sich bereits 25 zahlende Kunden gefunden, behauptet Lizard Squad. Ihren DDoS-Dienst wollen sie mindestens ein Jahr lang betreiben.

(futurezone) Erstellt am 31.12.2014, 18:25

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