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Hacker bastelt funktionierenden Game Boy in Daumengröße

Immer wieder wird der Game Boy, der Ursprung aller Handheld-Spielkonsolen, von Hackern umgebaut. Doch der Titel für den wohl kleinsten Game Boy aller Zeiten geht an den Bastler Jeroen Domburg alias „Sprite_tm“. Im Rahmen der Hackaday SuperConference, einer Konferenz für Maker, hat der Hacker einen funktionsfähigen Game Boy gebastelt, der kaum größer als ein Daumen ist und am Schlüsselbund transportiert werden kann.

Statt dem Graustufen-LC-Displays des Originals (160 mal 144 Pixel) setzt Domburg jedoch auf ein recht günstiges Farb-OLED-Panel, das mit 96 mal 64 Pixel auflöst. Die Leiterplatte konstruierte er selbst, als Mikrocontroller setzt er auf einen ESP32, der mit einer flotten Dual-Core-CPU (240 MHz), 512 Kilobyte RAM sowie WLAN und Bluetooth ausgestattet ist. Zum Vergleich: Der Game Boy verfügte 1989 über eine Single-Core-CPU mit 4,19 MHz und acht Kilobyte RAM.

"Doom" und "Witcher 3" laufen

Der Game Boy kann über das Smartphone mit neuen Spielen befüllt werden. Die Hardware ist leistungsfähig genug, um auch den Kult-Shooter „Doom“ laufen zu lassen - ein Benchmark für viele Hacker.

Domburg demonstrierte auf dem Mini-Gameboy sogar das aktuelle Spiel „Witcher 3“. Allerdings lief das Spiel natürlich nicht auf dem viel zu schwachen Mikrocontroller, sondern wurde per VNC von einem PC auf den Bildschirm des Gameboys übertragen. Wer den Gameboy selbst nachbauen will, bekommt bald die Gelegenheit dazu. Domburg will schon bald neben dem Code auch eine Bauanleitung veröffentlichen.

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