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Mögliches Aus für bekannten Leihscooter-Anbieter

Dem Leihscooter-Anbieter Bird droht das Aus. Während das Unternehmen noch Mitte vergangenen Jahres an die Börse gegangen war,  hat es nun seinen Investor*innen mitgeteilt, dass die veröffentlichten Bilanzen der vergangenen 2,5 Jahre nicht mehr verlässlich seien, wie die Financial Times berichten.

Man habe „substanzielle Zweifel am Fortbestand der Firma“, heißt es. Bird sei sich unsicher, über die nötigen Mittel zu verfügen, auf absehbare Zeit den Betrieb aufrechterhalten zu können. In der Regel geht man dabei von 12 Monaten aus. Zudem sei es zweifelhaft, ob man die zwingenden finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann.

Voller Preis als Umsatz verbucht

Hauptgrund dafür sei, dass die Umsatzzahlen des Unternehmens seit dem ersten Quartal 2021 künstlich aufgeblasen waren. Laut der Journalistin Alison Griswold ermögliche es Bird in einigen Märkten, Fahrten mit aufgeladenem Guthaben („Bird Cash“) durchzuführen. Fahrer*innen hätten aber manchmal nicht genügend Guthaben, um ihre komplette Fahrt zu bezahlen. Obwohl diese Fahrten nur teilweise bezahlt wurden, sei dafür trotzdem der volle Preis als Umsatz verbucht worden.

Nun hat Bird die vergangenen 6 Quartalsbilanzen korrigiert. Dabei kam heraus, dass die tatsächlichen Umsätze zwischen 6 und 15 Prozent geringer ausgefallen sind als die angegebenen.

Die Bird-Aktie fiel an der Tech-Börse Nasdaq von etwa 40 auf 20 Prozent.

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