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Nicht rund, aber edel: Asus ZenWatch angetestet

Der Milliardenkonzern Asus ist auf den Wearables-Hype aufgesprungen und setzt bei seiner ZenWatch auf edles Design. Damit und mit einigen Zusatzfunktionen will man sich von den restlichen Android-Wear-Smartwatches abheben. Der Name ZenWatch ist dabei bewusst gewählt und lehnt sich an die Ultrabooks der Zenbook-Serie von Asus an, die ebenfalls stark auf edles Design und Metalloberflächen setzt.

Nimmt man die ZenWatch in die Hand, wird sie ihrem Namen durchaus gerecht. Wie bei den Zenbooks dominiert Metall, das durchwegs sauber und hochwertig verarbeitet ist. Scharfe Kanten oder große Spaltmaße sucht man vergebens. Das Standard-Uhrenband ist, wie übrigens auch bei allen anderen auf der IFA vorgestellten Smartwatches, echtes Leder und passt zu dem ansonsten hochwertigen Design. Das Gewicht der ZenWatch beträgt mit Band 75 Gramm, die Uhr alleine wiegt 50 Gramm. Durch das geringe Gewicht und die einfache Form sitzt die ZenWatch gut und vor allem angenehm am Handgelenk.

Ähnlich wie bei der Moto360 vergisst man nach kurzer Zeit, dass man nicht eine gewöhnliche Uhr trägt. Asus hat in die Uhr auch einen Pulssensor integriert, der allerdings etwas anders funktioniert als bei der Konkurrenz. So kann man an der Unterseite keinen Sensor sehen. Um seinen Puls zu messen, muss man lediglich den Metallrahmen der Uhr mit einem Finger berühren, während man sie an das Handgelenk geschnallt hat. Wenige Sekunden später erscheint der Wert auf dem Display.

Display und Software

Das Display setzt auf die AMOLED-Technologie und löst mit 320 x 320 Pixel auf, was bei der Displaydiagonale von 1,63 Zoll (4,14 cm) zu einer Pixeldichte von 278 PPI führt. Geschützt ist das Display durch gebogenes Gorilla Glass 3. Im Unterschied zu anderen Smartwatches ist die ZenWatch nicht wasserdicht, sondern lediglich spritzwasser- und staubgeschützt nach IP55-Standard. In der Praxis ist das Display hell leuchtend, die Farben sind satt und die Anzeige kontrastreich. Der Touchscreen reagiert rasch und zuverlässig.

Android Wear bietet auch auf der ZenWatch die gewohnten Funktionen in Verbindung mit Google Now. Per Sprachsteuerung kann man etwa die Google-Suche starten, oder via Maps sich an einen beliebigen Ort navigieren lassen. Das Anzeigen von Nachrichten oder E-Mails funktioniert mit der ZenWatch natürlich auch. Gleichzeitig hat Asus noch einige Zusatzfunktionen integriert, wie etwa die Möglichkeit, sein Handy zu sperren, wenn die Verbindung zur Uhr abreißt. Außerdem kann mit der ZenWatch die Kamera am Smartphone fernausgelöst werden. Darüber hinaus dient die Uhr wahlweise als Presenter, mit dem man während einem Vortrag etwa eine PowerPoint-Präsentation weiterschalten kann.

Asus hat einen Wellness-Manager entwickelt, der gesundheitsbezogene Statistiken anzeigt, die das Handy mithilfe der Smartwatch aufgezeichnet hat. Dazu zählen Dinge wie gemachte Schritte oder verbrauchte Kalorien.

Erstes Fazit

Asus hat mit der ZenWatch eine Smartwatch abgeliefert, die zwar nicht rund ist, aber dennoch gut und vor allem edel aussieht. Auch die Funktionalität ist vielversprechend und könnte von Asus demnächst noch weiter ausgebaut werden. Mit einem angepeilten Verkaufspreis von knapp 200 Euro ist man in einem ähnlichen Umfeld unterwegs wie vergleichbare Android-Wear-Geräte. Wirklich abheben könnte man sich mit der Akkulaufzeit, einer der derzeit größten Kritikpunkte an Smartwatches. Asus gibt jene allerdings ebenfalls nur mit einem Tag an, wie auch Motorola bei seiner Moto 360. Wie lang man in der Praxis wirklich durchkommt, ohne an die Steckdose zu müssen, werden erst ausführlichere Tests zeigen.

Alle Neuigkeiten und Hintergrundberichte zur IFA in Berlin

Disclaimer:
Redakteure der futurezone berichten vor Ort von der IFA in Berlin. Die Reisekosten wurden von der futurezone GmbH selbst sowie von Samsung, Sony, HB Austria und Philips übernommen.

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Gregor Gruber

Testet am liebsten Videospiele und Hardware, vom Kopfhörer über Smartphones und Kameras bis zum 8K-TV.

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Thomas Prenner

ThPrenner

Beschäftigt sich mit Dingen, die man täglich nutzt. Möchte Altes mit Neuem verbinden. Mag Streaming genauso gern wie seine Schallplatten. Fotografiert am liebsten auf Film, meistens aber mit dem Smartphone.

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