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Apps
03/01/2020

Die besten Podcast-Apps für Android und iPhones

Podcasts erfreuen sich zuletzt wieder größerer Beliebtheit. Für reibungslosen Hörgenuss braucht es aber auch die richtige App.

von Amir Farouk

Das Konzept von Podcasts kam bereits kurz nach der Jahrtausendwende erstmalig auf. Der Begriff fand aber erst 2004 seine erste Erwähnung durch Ben Hammersley. Apples damals revolutionärer Musik-Player, der iPod, stand Pate für den Begriff. Die Integration von Podcasts in iTunes im Jahr 2005 führte zum Durchbruch von Podcasts.

Sowohl für Audio- als auch Videoformate produziert, wuchs das verfügbare Angebot mit der Zeit immer stärker. Viele Radio- und Musiksendungen nutzten Podcasts, um ihre Inhalte abrufbar zu machen oder um ergänzende Sendungen verbreiten zu können.

Nachdem der Podcast-Trend wieder stark abnahm, erfuhr er in den vergangenen Jahren wieder neuen Schwung. Einen großen Teil dazu beigetragen haben die Verbreitung über soziale Netzwerke sowie die einfachere Produktion und Veröffentlichung, etwa durch Anbieter wie Podigee.

Trotz mittlerweile einiger exklusiver Angebote, ist der Großteil der Podcasts noch frei verfügbar und kann über unabhängige Podcast-Apps konsumiert werden.

Pocket Casts

Die App Pocket Casts ist einer der bekanntesten und beliebtesten Player für freie Podcasts. Gleich aus mehreren Gründen sticht die Anwendung heraus. Mit einem übersichtlichen und gleichzeitig modernen Design ist Pocket Casts nicht nur für die Ohren, sondern auch die Augen gemacht. Im Dashboard werden alle abonnierten oder empfohlenen Sendungen mit Cover eingeblendet.

Über eine eigene Filter-Funktion können Podcasts über bestimmte Kriterien ausgesiebt werden. Mit einer eigenen Suche können zusätzlich Podcasts durchsucht werden, die beispielsweise über iTunes frei verfügbar sind.

Nicht nur mit dem Design kann Pocket Casts auftrumpfen: Auch technisch hat die App einiges zu bieten. Android-Nutzer können sich über Support für Android Wear und Android Auto freuen. Auf iOS-Geräten wird unter anderem AirPlay, Carplay und die Steuerung via Apple Watch unterstützt.

Pocket Casts unterstüzt nahtloses Umschalten zwischen Audio und Video, genauso wie das Abspielen von Podcasts ohne vorheriges Abonnement. Auf Wunsch schneidet die App auch stille Stellen aus den jeweiligen Folgen, um die Dauer teils deutlich zu verkürzen.

Je nach Gerät ist auch eine Synchronisierung der Inhalte möglich. Abonnements, Filter, Warteschlange und der Hörfortschritt in einzelnen Folgen können so über mehrere Geräte hinweg synchron gehalten werden.

Pocket Casts ist kostenlos für iOS und Android erhältlich. Um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, ist ein Abonnement um 0,99 Euro pro Monat notwendig.

Spotify

Den meisten wohl als einfacher Musik-Streamingdienst bekannt, bietet Spotify sehr wohl auch Podcasts an. Das schwedische Unternehmen baute sein Angebot in den vergangenen Jahren massiv im Bereich Podcasts aus.

Durch ein unumstrittenes Update in 2019 wurden diese prominenter in der App platziert. Der Streamingdienst bietet seinen Nutzern ein buntes Angebot an. Von Wissensendungen über Comedy bis Nachrichten ist alles vertreten. Grundsätzlich finden sich hier viele frei verfügbare Podcasts, die meist auch gleichzeitig auf anderen Plattformen zur Verfügung gestellt werden.

Spotify hat außerdem noch eine Reihe exklusiver Podcasts zu bieten. Im deutschsprachigen Raum gehören hier „Gemischtes Hack“, „Fest und Flauschig“ oder „Paar Dialoge“ zu den Bekannteren. Auch in der Free-Variante von Spotify können diese Podcasts gehört werden. Ohne Abonnement wird dann aber regelmäßig Werbung während des Hörens eingespielt.

Spotify ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Overcast

iOS-Geräte werden üblicherweise standardmäßig mit Apples eigener Podcast-App ausgeliefert. Diese sorgt aber immer wieder für Frustration. Ein sehr spartanischer Funktionsumfang gepaart mit einem etwas langweiligen Design weckte in vielen die Lust nach einer Alternative. Das ausschließlich für iOS erhältlich Overcast ist darauf die Antwort.

Die mittlerweile fast 6 Jahre alte und ständig weiterentwickelte App wartet mit vielen Features auf, die von Apple vernachlässigt wurden. Die Oberfläche der App wurde bewusst simpel gehalten, ohne das Design zu beschneiden. In einer ansehnlichen Übersicht werden reihenweise Podcasts angezeigt, die über verschiedene Plattformen empfohlen wurden. Unter anderem lassen sich hier auch Vorschläge von Twitter einblenden, die über eine eigene Suche generiert werden.

Sämtliche unserer Abonnements werden ebenfalls übersichtlich eingereiht. Auf Wunsch können wir dann mit dem Feature „Ungespielte Playlist“ automatisch eine Playlist erstellen, die ungehörte Folgen aus allen Abonnements enthält. Über smarte Filter kann auch gezielt nach bestimmten Kriterien sortiert werden.

Overcast unterstützt das Hören ohne vorher abonnieren zu müssen. Durchsucht werden können voreingestellte Quellen, wie etwa iTunes. Wer Podcasts aus alternativen Angeboten einspeisen möchte, kann diese auch via URL hinzufügen.

Technisch bietet Overcast unter anderem das Feature „Smart Speed“, um stille Stellen zu entfernen und den Podcast zu beschleunigen, ohne die Konversation zu stören. Mit „Voice Boost“ kann die Sprache verbessert und die Lautstärke zusätzlich normalisiert werden. Neben CarPlay-Support bietet Overcast auch eine eigenständige App für die Apple Watch an. Mit dieser können Podcasts bequem über die smarte Uhr abgespielte werden.

Overcast ist kostenlos für iOS erhältlich. Die werbefreie Version ist um 9,99 Euro erhältlich.

Podcast Republic

Was Overcast für iOS ist, ist Podcast Republic für Android. Die umfangreiche App gehört zu den beliebtesten für Android und kommt mit einem Potpourri an Features. Dank iTunes-Implementierung sind sämtliche großen Sendungen vertreten. Mehr als 600.000 Angebote und Millionen von Folgen lassen sich durchsuchen.

Auch Podcast Republic setzt auf ein übersichtliches, wenn auch etwas bunteres Design. Im Dashboard können alle Abonnements eingesehen werden, inklusive kleiner Einblendungen, wo bereits neue Folgen verfügbar sind. Gesucht werden kann direkt in der App über einen eigenen Reiter. Außerdem wird der Import über RSS bzw. Atom unterstützt.

Haben wir unsere Abonnements bereits im OPML-Format vorliegen, können wir diese nahtlos in Podcast Republic überführen. Zu den vielen vorhanden Features der App zählen unter anderem Silence-Skipping, eine Lautstärke-Verbesserung und ein unabhängig agierender Equalizer.

Außerdem erlaubt die App das geplante Abspielen von Inhalten zu gewünschten Zeiten. Eine abonnierte Nachrichtensendung lässt sich so zum Beispiel jeden Tag zur selben Uhrzeit automatisch starten. Auf Wunsch überprüft die App in regelmäßigen Abständen, ob neue Folgen in unseren Abonnements verfügbar sind.

Neben dem Erhalt von Push-Benachrichtigungen können diese dann auch direkt ohne Nutzer-Input heruntergeladen werden. Neben dem Abspielen von Podcasts ermöglicht Podcast Republic außerdem die Einbindung von Inhalten über YouTube, Soundcloud und RSS-Feeds. Die gängigsten Radio-Stationen lassen sich ebenfalls hören.

Podcast Republic ist kostenlos für Android erhältlich.

Empfehlungen für den Einstieg

Bei der Fülle an Podcasts, die mittlerweile angeboten werden, fällt es manchmal schwer, einen guten Einstieg zu finden. Hier einige Empfehlungen zum Start in den Podcast-Alltag.

Wer tiefer in die Materie der US-Präsidentschaftswahlen eintauchen möchte, erfährt beispielsweise bei „Intercepted“ viele Hintergrundgeschichten. Das Format vom Investigativ-Magazin „The Intercept“ behandelt unter anderem auch Themen wie nationale Sicherheit, geopolitische Konflikte und rechtsstaatliche Probleme.

Wer gerne mehr über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu unseren deutschsprachigen Nachbarn erfahren will, kann das in „Servus. Grüezi. Hallo.“ Der Zeit-Politikredakteur Lenz Jacobsen, sowie die Korrespondenten Mattias Daum in Zürich und Florian Gasser in Wien, sprechen in dem wöchentlichen Podcast über verschiedene Themen und Debatten der 3 Länder. Und ergründen auch mal auf humorvolle Art und Weise die vielen Unterschiede zwischen den Nachbarn.

Spannende und weniger bekannte Kriminalfälle gibt es bei „Criminal“. Der zweiwöchentliche Podcast, produziert von Phoebe Judge, Lauren Spohrer und Nadia Wilison, erzählt die Geschichten von Kriminellen und jenen, die fälschlicherweise als solche behandelt wurden. Von raffinierten Geldfälschern bis zu Mördern ist hier alles vertreten.

Wer statt Mord und Politik lieber lacht, könnte mit „Das Podcast Ufo“ Freude haben. Florentin Will und Stefan Titze, unter anderem als Autoren für Jan Böhmermann tätig, unterhalten sich in den meist einstündigen Podcasts über unterschiedlichste Themen. Und behandeln diese fast ausschließlich mit jeder Menge Comedy.

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