B2B
03.02.2015

Adblock Plus' Deal mit Amazon, Google und Microsoft

Damit Werbeeinschaltungen einen Weg durch die Filter des Werbeblockers Adblock Plus finden, sind hohe Geldbeträge notwendig oder "nicht störende" Werbung.

Lange Zeit gab es Gerüchte, dass Google und anderen Tech-Riesen Geld an den Werbeblocker Adblock Plus bezahlen, um von deren Filter nicht blockiert zu werden. Nun hat die Financial Times aufgedeckt, dass nicht Google, sondern auch Amazon, Microsoft und die Werbeplattform Taboola einen Deal mit Adblock Plus haben und sich so einen Platz auf der Whitelist des Werbeblockers sichern.

Für einen Platz auf der Whitelist verlangt Eyeo, das Unternehmen hinter Adblock Plus, rund 30 Prozent der Werbeeinnahmen, die durch eine Blockierung verlorengehen würden, behauptet die Financial Times.

Um von den Adblock-Plus-Filtern nicht blockiert zu werden, verfolgt Eyeo die Strategie der "Acceptable Ads". Diese unterscheidet störende und akzeptable Werbeeinblendungen voneinander und lässt sie unter bestimmten Kriterien zu.

Adblock Plus vor Gericht

In Deutschland muss sich Adblock Plus gegen mehrere Klagen der Werbeindustrie zur Wehr setzten. Seven One-Media, Vermarkter von ProSieben Sat1, sowie IP Deutschland, RTL Interactive und die Axel Springer AG gehen gegen die Eyeo GmbH, die hinter Adblock Plus steht, vor.

Nachdem schon seit längerem ein Streit über blockierte Werbungen sowie daraus resultierende entgangenen Werbeeinnahmen schwillt, entschieden sich die Unternehmen nun zu diesem Schritt. Eyeo behauptet, dass ihr Browser-Add-On bereits mehr als 300 Millionen Mal heruntergeladen wurde.