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B2B
06/29/2020

Amazon kauft Auto-Start-up: Musk nennt Bezos "Copycat"

Der Tesla-CEO spottet über den Zukauf von Amazon, weil die Entwickler des gekauften Start-ups Firmengeheimnisse von Tesla gestohlen haben.

Amazon steigt mit der Übernahme des Roboterwagen-Entwicklers Zoox ins Geschäft mit selbstfahrenden Autos ein. Die Unternehmen gaben am Freitag eine Kaufvereinbarung bekannt, ohne Angaben zu den finanziellen Details zu machen. Laut US-Medienberichten zahlt Amazon über eine Milliarde Dollar.

Der Deal würde Zoox damit mit weniger als den 3,2 Mrd. Dollar bewerten, die der US-Robotertaxianbieter 2018 laut „Wall Street Journal“ bei einer Finanzierungsrunde erzielt hatte. Der Versandriese Amazon aus Seattle hat zuletzt seine Investitionen in den Autosektor verstärkt und sich unter anderem an einer Finanzierungsrunde für das Autonome-Fahren-Start-up Aurora beteiligt.

Firmengeheimnisse von Tesla gestohlen

Zoox wurde 2014 gegründet und sorgte in den vergangenen Monaten für eine Kontroverse. Das Start-up hat zugegeben, das 4 seiner Mitarbeiter vertrauliche Dokumente von ihrem früheren Arbeitgeber Tesla entwendet haben. Eine Klage wurde beigelegt, nachdem sich Zoox gegenüber Tesla auf eine Zahlung in nicht genannter Höhe verpflichtet hatte.

Als bekannt wurde, dass Amazon das Roboter-Auto-Start-up übernimmt, rückte Tesla-CEO Elon Musk auf Twitter aus und machte sich Amazon-CEO Jeff Bezos lustig. "Jeff Bezos ist ein Nachmacher", schrieb Musk in einem Tweet.

Musk vs. Bezos

Es ist nicht das erste Mal, dass Musk den Amazon-CEO als "Copycat" bezeichnet. Als Bezos vergangenes Jahr seine Pläne präsentierte, mit Satelliten-Internet entlegene Gebiete mit Internet versorgen zu wollen, schrieb der Tesla- und SpaceX-CEO einen ähnlichen Tweet in Richtung Bezos. Der Grund dürfte bekannt sein: Musk verfolgt mit seinem Projekt Starlink ganz ähnliche Pläne.

Bezos und Musk geraten immer wieder aneinander. So hält der Amazon-CEO nicht viel von Musks Plänen zur Besiedelung des Mars. "Wir haben Proben von allen Planeten unseres Sonnensystems genommen und unser Planet ist nun mal der beste", sagte Bezos. Allen, die auf den Mars ziehen wollen, richtete er aus: "Lebt erst einmal ein Jahr lang auf der Spitze des Mount Everest und schaut, wie es euch gefällt. Weil verglichen mit dem Mars ist es dort oben wie ein paradiesischer Garten", sagte Bezos im März 2019.

Eine Antwort ließ nicht lange auf sich warten und so spottete Musk im Mai 2019 über die Mondpläne von Jeff Bezos Weltraumunternehmen Blue Origin. An einem Tweet hängte der SpaceX-CEO ein Foto des angekündigten Moon Landers an. Allerdings hatte Musk das Bild bearbeitet  und im Schriftzug "Blue Moon" das Wort "Moon" durch "Balls" ersetzt. "Blue Balls" (übersetzt etwa "blaue Hoden") wird im englischsprachigen Raum verwendet, um ein starkes Verlangen nach etwas auszudrücken, das jedoch bewusst nicht erfüllt wird - oftmals, aber nicht ausschließlich, im sexuellen Kontext.

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