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Digital Life
05/11/2019

Elon Musk spottet über Mondpläne von Jeff Bezos

Der SpaceX-Chef benennt auf Twitter kurzerhand die Mondfähre von Blue Origin um und äußert Zweifel an den ambitionierten Plänen.

SpaceX-Chef Elon Musk ist offenbar wenig über die Konkurrenz durch Amazon-Gründer Jeff Bezos erfreut. Am Freitagmorgen veröffentlichte Musk einen Tweet, in dem ein Screenshot eines New-York-Times-Artikels zu Blue Moon, der Mondlandefähre von Bezos Raumfahrtunternehmen Blue Origin, zu sehen ist. Er schrieb „Ach Jeff, hör doch auf, uns auf die Folter zu spannen“ und endete den Satz mit einem Zwinker-Emoji. 

Auf dem Screenshot hatte er zudem das Bild von Blue Moon bearbeitet und Moon durch das Wort „Balls“ ersetzt. „Blue Balls“ (übersetzt etwa „blaue Hoden“) wird im englischsprachigen Raum verwendet, um ein starkes Verlangen nach etwas auszudrücken, das jedoch bewusst nicht erfüllt wird - oftmals, aber nicht ausschließlich, im sexuellen Kontext. Musk könnte damit auf den ambitionierten Zeitplan von Bezos anspielen. Kurios, denn Musk ist vor allem dafür bekannt, ambitionierte Ankündigungen zu machen, deren Zeitplan oftmals nicht eingehalten werden kann.

USA wollen zurück zum Mond

Bezos will mit Blue Moon 2024 auf der Mondoberfläche landen und stellte am Donnerstag neben der Landefähre auch ein neues Triebwerk vor. Damit buhlt man, neben SpaceX und anderen privaten Raumfahrtunternehmen, um die Gunst der US-Regierung, die möglichst rasch wieder bemannte Missionen zum Mond durchführen will. Musk könnte schon bald eine Retourkutsche liefern, denn am 20. Juni sei eine Präsentation zur Trägerrakete Starship geplant. Mit dieser soll ein Weltraumtourist - der sich kürzlich zu seiner finanziellen Situation äußerte - erstmals 2023 den Mond umrunden.