B2B
11.07.2014

Anti-Amazon-Gesetz: Versandhändler trickst Behörden aus

Dem Versandriesen wurde in Frankreich verboten, Bücher versandkostenfrei zu liefern. Amazon reagierte prompt und verlangt nun einen Cent Portogebühren.

Das Anti-Amazon-Gesetz, wonach dem Händler untersagt wird, Bücher kostenlos zu versenden, ist am Donnerstag in Frankreich in Kraft getreten. Amazon reagierte prompt und setzte die Versandkosten auf den niedrigsten Betrag, den die französische Gesetzgebung erlaubt, nämlich einen Cent. Prime-Kunden werden die Bücher weiterhin versandkostenfrei geliefert.

Mit dem Gesetz, das die konservative Opposition im Parlament eingebracht hatte, sollen lokale Buchhandlungen geschützt werden. Der Vorschlag wurde Ende Juni einstimmig von den Politikern angenommen. Die sozialistische Regierung hatte Amazon zuvor Preisdumping vorgeworfen, weil Amazon den maximal zulässigen Rabatt von fünf Prozent auf die Buchpreisbindung mit einem kostenlosen Versand kombinierte. Konkurrierende Buchhandlungen sahen das als unlauteren Wettbewerb an. Kritisiert wurde auch Amazons Steuerpolitik.