© APA

Fusion
07/24/2013

Drei/Orange: Störungen bis Oktober möglich

Nachdem der Mobilfunkanbieter Drei im Jänner den Konkurrenten Orange vom gleichnamigen französischen Mutterkonzern übernommen hatte, arbeitet der neue Eigentümer an der Zusammenlegung beider Netze. Die Fusionierung soll bis Oktober 2013 abgeschlossen sein. Bis Anfang 2015 will Hutchison Drei eines der weltbesten LTE-Netze in Österreich aufgebaut haben, aktuell berichten Kunden jedoch von Störungen.

Nach der

vonOrangeauf dem Papier im Jänner dieses Jahres schreitet nun auch die Netzzusammenlegung voran. Aktuell werden in einer ersten Phase die 2G-Netze vom ehemaligen Konkurrenten Orange und dem neuen EigentümerDreifusioniert. “Die
ist bereits voll angelaufen, sodass viele unserer Kunden bereits in Kürze unmittelbare Verbesserungen spüren werden”, so Trionow in einer Stellungnahme im Juni.

Von diesen Verbesserungen bemerken die Kunden jedoch vorerst wenig. Die Beschwerden der Konsumenten reichen von Ausfällen des Breitbandinternets bis hin zu “Roaming”-Anzeigen auf ihren Handys, obwohl sie sich mitten in Österreich befinden. "Bei mir hat von einem auf den anderen Tag das mobile Breitband von Orange nicht mehr funktioniert", erklärt Bert E. der futurezone. Selbst der Kauf einer neuen SIM-Karte habe nichts geholfen. "Es wurde mir dann in einem Shop mitgeteilt, dass es bis Ende August in meiner Region zu Störungen kommen kann." Drei-Pressesprecher Tom Tesch kontert dagegen: “Kein Netz ist perfekt, weshalb es natürlich immer mal wieder zu Herausforderungen kommen kann, vor allem aufgrund der Wetterlage in den vergangenen Wochen wie Gewitter und starker Regen.”

Integrationsprojekt: Orange
Auf die Frage, warum yesss!-Kunden bereits vollständig in das A1-Netz eingespeist sind, und Orange-Kunden noch nicht in das Drei-Netz, antwortet Hutchisoni, dass die yesss-Integration ein “vergleichsweise kleines Integrationsprojekt” sei.

Seit Ende Juni könnten jedenfalls auch die Orange-Kunden zumindest auf das 2G-Netz von Hutchisons National Roaming Partner, T-Mobile, zugreifen. Dieses Netz wird den Kunden mit der Bezeichnung “Orange-A” angezeigt. Wählt man sich in dieses Netz ein, erscheint ein Roaming-Symbol in der Statusleiste des Handys. “Dieses Symbol ist lediglich ein Hinweis, dass man nicht im Heimatnetz, sondern in dem eines anderen Anbieters - in diesem Fall T-Mobile - telefoniert. Dieser Hinweis kann erscheinen, ob er jedoch angezeigt wird, ist abhängig vom Gerät des Benutzers”, erklärt Drei auf Anfrage der futurezone

Flächendeckendes 3G-Netz kommt ab Oktober
Ab Mitte August soll in der zweiten Phase schließlich auch die Zusammenlegung der 3G-Netze erfolgen, die planmäßig bis Oktober 2013 andauern wird. Dadurch soll sich die Netzqualität sowohl für ehemalige Orange- als auch für Drei-Kunden steigern. Immerhin betreibe man mit über 6.000 Sendeanlagen dann zirka doppelt so viele Standorte wie zuvor. “Bei den Kunden wird sich dies durch eine größere Verfügbarkeit von 3G bemerkbar machen, da das Drei-Netz vollständig auf HSPA+ aufgerüstet sein wird”, so Tesch gegenüber der futurezone. Eine flächendeckene Versorgung mit dem Mobilfunkstandard LTE strebt Drei nun mit einem Marktanteil von rund 22 Prozent drittgrößter Mobilfunkanbieter in Österreich, bis Anfang 2015 an.

Mehr zum Thema

  • Start: Orange und Drei legen Netze zusammen
  • Neuer Firmenname für Orange und Drei
  • Drei-Chef Trionow erwartet harten Preiskampf
  • Drei mit kräftigem Kundenwachstum