Telekom
04/11/2011

Fristende für TA-Angebot für Telekom Srbija

Serbien will nicht unter dem Mindestpreis verkaufen

Am Dienstag läuft die zweiwöchige Frist ab, welche die serbische Regierung der Telekom Austria für die Aufbesserung ihres Angebots zum Erwerb vom 51-prozentigen Anteil an der Telekom Srbija gegeben hat. Im serbischen Finanzministerium waren am Montag keine Informationen über den Stand der Gespräche zu erhalten, welche die serbische Regierung mit der Telekom Austria führt. Mit einer Aussendung will sich das Ministerium erst nach der Ablauf der Frist entweder am Dienstagnachmittag oder Mittwoch früh melden, hieß es auf eine Anfrage der APA.

Die börsenotierte teilstaatliche Telekom Austria hat als einziger Bieter für die Telekom Srbija bis zu 950 Mio. Euro in die Schlacht geworfen. Die serbische Regierung will den Anteil aber nicht unter dem zuvor festgelegten Mindestpreis von 1,4 Mrd. Euro verkaufen.

Gewerkschaften fordern Ungültigkeitserklärung
Dass die Gespräche mit der Telekom Austria im Gange sind haben letzte Woche sowohl der Wirtschaftsminister Nebojsa Ciric wie auch der Staatschef Boris Tadic bestätigt. Beide bekräftigten den Standpunkt, dass Serbien die Telekom nicht unter Mindestpreis verkaufen würde.

Die serbischen Gewerkschaften, aber auch die Opposition haben in den letzten Wochen gegen den Verkauf des Unternehmens geworben. In einem offenen Brief an Regierungschef und Finanzminister Mirko Cvetkovic sowie Staatspräsident Boris Tadic forderten die Gewerkschaften der "Telekom Srbija" die Ungültigerklärung der Ausschreibung.

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