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B2B
06/11/2013

Google kauft Kartendienst Waze

Der Bieterwettstreit um die Verkehrs-App Waze ist vorbei - und Google hat gewonnen. Der Internetriese gab am Dienstag den Kauf des Start-ups bekannt. Laut Medienberichten soll der Preis über einer Milliarde Dollar liegen.

Google rüstet seinen Kartendienst mit dem Kauf der innovativen Navigations-App Waze auf. Der Internetkonzern bestätigte am Dienstag die Übernahme des in Israel gegründeten Start-ups, mit dem sich Nutzer gegenseitig über die Verkehrslage informieren. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Nach jüngsten Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg zahlt Google 1,1 Milliarden Dollar.

Sozialer Verkehr
Google kann damit seinen Kartendienst um eine soziale Komponente erweitern - und sorgt zugleich dafür, dass Konkurrent Facebook Waze nicht bekommt. Ursprünglich galt Facebook als wahrscheinlicher Käufer, der bis zu eine Milliarde Dollar bezahlen wollte. Doch das weltgrößte Online-Netzwerk soll Ende Mai aus den Verhandlungen ausgestiegen sein.

Schwarmintelligenz
Das besondere an Waze ist, dass Routenpläne auch auf Basis von Informationen der Nutzer und deren Fortbewegung erstellt werden. Der Dienst funktioniert zugleich wie eine Art Online-Netzwerk für Autofahrer. Sie informieren sich untereinander über Staus, Unfälle oder Radarfallen. Das Start-up hat nach aktuellen Informationen rund 45 Millionen Nutzer. Die App ist kostenlos. Geld kommt durch Werbung und den Verkauf von Kartendaten rein. Die Karten-Dienste von Google sollen nun mit Funktionen von Waze ergänzt werden, hieß es. Im Gegenzug werde Waze mit einer Suchfunktion von Google verbessert.

Facebook geht leer aus
Das Entwicklerteam von Waze werde in Israel bleiben und vorerst unabhängig weiterarbeiten, erklärte Google. Ein Deal mit Facebook soll laut Medienberichten unter anderem daran gescheitert sein, dass das Online-Netzwerk den Umzug aller Waze-Mitarbeiter nach Kalifornien gefordert habe. Zeitweise galt auch Apple als möglicher Interessent. Doch Konzernchef Tim Cook hatte jüngst gesagt, dass Apple kein Angebot abgegeben habe.

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