B2B
06/26/2019

In Tirol gibt es 2000 E-Autos

E-Mobilität wird in Tirol offenbar immer besser angenommen, derzeit fahren über 2.000 Autos mit elektrischem Antrieb.

Im Vergleich mit anderen Bundesländern liege Tirol auf Platz vier, sagte Dieter Unterberger, Obmann der Sparte Autohandel der Tiroler Wirtschaftskammer, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. 2015 habe das Bundesland noch den vorletzten Platz in Österreich belegt.

Ladeinfrastruktur ausgebaut

Rund 208 öffentlich zugängliche Ladestationen für E-Autos gibt es in Tirol, berichtete der Vorstandsvorsitzende des landeseigenen Energieversorgers Tiwag, Erich Entstrasser. 2014 habe man eine „E-Mobilitätsoffensive“ gestartet und mittlerweile über eine Million Euro in den Ausbau der Ladeinfrastruktur gesteckt. In den nächsten Jahren wolle man gleich viel investieren, kündigte Entstrasser an. Die Infrastruktur sei damit in Tirol flächendeckend ausgebaut. „Es sollte jetzt keinen Grund mehr geben, kein E-Auto zu besitzen“, meinte er.

An den Hauptverkehrsverbindungen im Ober- und Unterland sowie in Osttirol stünden nun sogenannte Schnellladeeinrichtungen zur Verfügung. Wie diese angenommen werden, müsse man sich nun ansehen, hieß es. Die Zukunft liegt laut Entstrasser aber darin, dass Besitzer von Elektroautos ihr Fahrzeug in der Nacht an der Station zu Hause aufladen. Die Schnellladestationen würden das Netz stark belasten.

Problem bei älterer Infrastruktur

Nachholbedarf - und damit auch den Gesetzgeber gefordert - sah er im Ausbau der Infrastruktur bei größeren, älteren Mehrparteienhäusern. Viele Menschen würden sich für ein E-Auto interessieren, hätten aber zu Hause keine Möglichkeit ihr Fahrzeug aufzuladen, so der Tiwag-Chef. In neuen Wohnanlagen würden ohnehin schon für die nötige Infrastruktur gesorgt, oder bei Einfamilienhäusern würden sie einfach in die Garage eingebaut.

Dennoch wäre es problematisch, wenn plötzlich alle auf ein E-Auto umsteigen würden - im Hinblick auf die Netzbelastung sowie auch auf den Ressourcenverbrauch, der durch die Herstellung der Batterien erfolge, gab Unterberger zu Bedenken. Für ihn liege die Zukunft in der „Vielfalt“ - also dass mehrere Antriebssysteme nebeneinander existieren.