© Firefly

B2B
02/13/2020

Manager von Weltraum-Start-up zocken User mit Dating-Webseiten ab

Hochrangige Manager des Raketen-Start-ups Firefly Aerospace versuchen Nutzer in Abo-Fallen zu locken.

2 Manager des texanischen Weltraum-Start-ups Firefly Aerospace betreiben angeblich eine Reihe an betrügerischen Dating-Webseiten. Das ist das Ergebnis einer Recherche von Snopes.

Der Bericht stellte einen Zusammenhang zwischen dem ukrainischen Geschäftsmann Max Polyakov und dem Investor Mark Watt mit einer Reihe von entsprechenden Websites her. Die Webseiten sind demnach voll mit Fake-Profilen mit gestohlenen Fotos. Anwender, die sich registrieren, werden mit zahlreichen Nachrichten bombadiert, ihre Gratis-Accounts in Bezahl-Konten umzuwandeln. Ein Experte erklärt gegenüber Snopes, es könnte sich hier um illegale Abo-Fallen handeln.

Statement

Firefly-CEO und Mitgründer Thomas Markusic, sagte in einem Telefonat mit The Verge am Mittwoch, dass das Start-up eine „komplett eigenständige“ Abteilung sei und dass die beiden Betroffenen nicht in das Tagesgeschäft eingebunden seien.

Markusic verweist darauf, dass das Unternehmen auch staatliche Aufträge hat und darum um möglichst große Transparenz bemüht sei. "Wir haben ein Rechtsteam, das sicherstellt, dass wir alle rechtlichen und ethischen Anforderungen für Aufträge der Regierung erfüllen."

Dementi

Polyakov und Watt werden auf der Webseite nach wie vor als Mitglieder des Board of Directors angegeben. Watt war zuvor auch Finanzchef von Firefly, hat diese Position aber zwischenzeitlich aufgegeben. Watt bestreitet den Inhalt des Snopes-Artikels, Polyakov wollte sich laut The Verge nicht äußern.

Firefly hat sich auf die Entwicklung von  Raketen spezialisiert, die leicht in Serie produziert werden können. Im Vergleich zur Konkurrenz – etwa von SpaceX – sollen damit kleinere Ladungen in den Orbit transportiert werden.