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N26-Kunde um 80.000 Euro betrogen: Bank überfordert

Der eingeschränkte telefonische Support und generell lange Wartezeiten im Kundenservice bringen Kunden von N26 im Ernstfall in arge Bedrängnis. Das musste auch der deutsche Unternehmer Axel Seitz erfahren. Nachdem sich dieser am 19. Februar nicht mehr in seinen Account einloggen konnte, versucht er N26 per Chat zu kontaktieren. Mehr als zwei Wochen dauert es, bis Seitz über Chat und E-Mail das Ganze aufklären kann. Aber es kommt noch schlimmer, wie Gründerszene.de berichtet.

80.000 Euro weg - Kunde ausgesperrt

Denn dass Seitz nicht mehr zugreifen kann, liegt daran, dass der N26-Account des Unternehmers von einem Betrüger gekapert und 80.000 Euro abgezogen wurden. Auf dem Konto, das auch für das Zahlen von Geschäftsrechnungen verwendet wird, waren nur mehr 30 Euro übrig. Trotz Anwältin, die Seitz fortan bei der Kommunikation mit der Bank vertritt, bleibt sein Konto weiterhin seit Wochen gesperrt. Der Geschäftsmann ist verzweifelt, da er seine Mitarbeiter nicht zahlen kann, auch die Miete und Lieferanten müssen beglichen werden.

Dem Bericht zufolge ist Seitz nicht der einzige Härtefall, bei dem der Support des überaus schnell wachsenden Fintechs versagt. Die Bank soll bis zu 10.000 Kunden pro Tag dazugewinnen, der Support könne aber nicht in der selben Geschwindigkeit ausgebaut werden. Haben Kunden ein ernstes Problem, werden diese mit automatisierten Messages per E-Mail oder auch im Chat teils tagelang vertröstet. Ein Ehepaar teilte Gründerszene mit, N26 habe ihnen trotz 40-fachem Kontaktversuch nicht weiterhelfen können. Am Ende stellte sich heraus, dass 4000 Euro gestohlen worden waren.

Chat künftig 24 Stunden lang besetzt

N26 zufolge seien 400 Leute im Support beschäftigt, in dringenden Fällen rufe man auch zurück. Dem Bericht zufolge sei dies in den Vergangenheit aber nicht in allen Fällen passiert. Zukünftig wolle man auch im Chat 24 Stunden erreichbar sein. Dieser ist in den Nachtstunden derzeit nämlich nicht besetzt.

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