B2B
08.02.2018

Online-Shopping: Zahl der Pakete 2017 stark gestiegen

Schuhe, Kleidung und Koffer im Wert von 181.000 Euro wurden bei Zalando bestellt, aber nie bezahlt.

Plus 15 Prozent bei Lieferungen, auch Zahl der Retouren stieg mit dem Paketvolumen.

Der Boom bei Bestellungen im Internet hält unvermindert an, was zu einem Zuwachs der Paketsendungen im vergangenen Jahr von rund 15 Prozent geführt hat. Laut Branchenrader.com wurden 2017 rund 209 Millionen Pakete befördert. Im Geschäftskundensegment erhöhte sich die Anzahl der transportieren Pakete um fast fünf Prozent, bei den Privatkunden lag der Zuwachs bei 27 Prozent.

"Das Schwungrad für den Anstieg des Privatkunden-Marktes waren allerdings nicht alleine die vermehrten Bestellungen im Distanzhandel. Vielmehr wurde das Paketvolumen auch durch ein Mehr an Retouren-Paketen sowie von Teillieferungen der Distanzhändler befeuert", relativieren die Studienautoren das starke Wachstum.

Post profitiert

Retouren-Pakete, die insbesondere bei der Bestellung von Bekleidung und Schuhen anfallen, sind also nicht nur das mit Abstand größte Marktsegment im Distanzhandel, sondern auch das am robustesten wachsende. Teillieferungen erfolgen zum einen auf Kundenwunsch, weil etwa ein ganz bestimmter Artikel einer Bestellung besonders rasch benötigt wird, oder aufgrund logistischer Notwendigkeiten beim Versender selbst, so Branchenrader.com am Mittwoch in einer Aussendung.

Der Boom bei Paketsendungen kommt aber nicht bei allen Logistikern gleich an. Über 70 Prozent des Marktes entfielen 2017 auf die Österreichische Post und DHL, eine Tochter der Deutschen Post. Im Geschäftskundensegment hatten die Deutschen die Nase vorne, bei den Privatkunden die Österreicher.