A man poses outside a GameStop store with his purchase of a Sony PS5 gaming console

© REUTERS / CARLO ALLEGRI

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PS5 und Xbox Series X bleiben bis 2023 Mangelware

Seit im November 2020 die PS5 und Xbox Series X erschienen sind, sind sie kaum zu bekommen. Dass Sony und Microsoft nicht mit der Produktion nachkommen, liegt auch an der anhaltenden Chipkrise.

Die Lage wird sich wohl auch nicht nächstes Jahr vollständig erholen. Toshiba geht davon aus, dass die Chipkrise bis 2023 anhält.

Toshibas Direktor Takeshi Kamebuchi sagt zu Bloomberg, dass man einige Kund*innen erst wieder 2023 vollständig beliefern kann. Mit einer merkbaren Verbesserung der Verfügbarkeit wird man mindestens bis September 2022 warten müssen.

Toshibas Power-Chips sind für die Energieversorgung in Geräten wichtig

Toshiba stellt unter anderem Chips her, die die Spannung in Geräten regulieren. Sony und Microsoft gehören, so wie viele andere Tech-Unternehmen auch, zu den Abehmer*innen dieser Power-Chips. Zwar gibt es auch andere Hersteller*innen von Power-Chips, allerdings sind die Konsolen und Produktionsprozesse auf die Chips von Toshiba ausgelegt. Ein Wechsel ist also nicht ohne weiteres möglich. Außerdem müssten, weil es um die Stromversorgung und damit die Sicherheit geht, die Geräte neu zertifiziert werden.

Außerdem leiden auch andere Hersteller*innen von Power-Chips unter denselben Problemen wie Toshiba. Laut Toshiba gäbe es immer noch Lieferengpässe bei den Materialen, die zur Herstellung der Chips nötig sind.

Die Chipkrise geht über Spielkonsolen weit hinaus. Auch die Automobilindustrie ist stark davon betroffen. Hersteller*innen schicken Mitarbeiter*innen immer wieder auf Kurzarbeit, weil in Fabriken Chips fehlen, um Autos fertigzubauen. Toshiba priorisiert laut eigenen Angaben bei seinen Lieferungen die Automobilindustrie, weil der Chipmangel dort größere Auswirkungen habe.

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