Digital Life
05/01/2015

Airbnb-Mieter verwüsten Haus in Kanada

Ein über den Zimmervermittlungsdienst gemietetes Haus im kanadischen Calgary wurde für eine Party genutzt und verwüstet. Airbnb will den Schaden ersetzen.

Die kanadische Polizei will Vergleichbares „noch nicht gesehen haben“, wie es in einem Statement gegenüber dem kanadischen Fernsehsender CTV hieß. Im kanadischen Calgary wurde ein über den Zimmervermittlungsdienst Airbnb gemietetes Haus offenbar totalverwüstet. Nach Angaben der Polizei dürfte sich der Schaden auf bis zu 75.000 kanadische Dollar (rund 55.000 Euro) belaufen.

Wilde Party

Gemietet wurde das Haus von vier Leuten, die angaben, eine Hochzeit in Calgary zu besuchen. Tatsächlich dürften sie dort eine „Orgie“ gefeiert haben, bei der auch Drogen im Spiel gewesen sein sollen, wie es im Polizeibericht hieß. Nach Angaben der Nachbarn sollen rund 100 Leute daran teilgenommen haben.

Die Eigentümer des Hauses fanden nach ihrer Rückkehr die Mayonnaise-verschmierte Wände und zertrümmerte Möbel vor, über die sich Essensreste und Zigarettenstummel verteilten. Im Haus soll es auch nach Urin gerochen haben, einige Fensterscheiben waren zerschlagen, die Toiletten überflutet und mit Kondomen verstopft.

Laut dem Guardian riefen die Nachbarn in der fraglichen Nacht mehrmals die Polizei, die nach mehreren Besuchen gegen Morgen schließlich das Haus räumte.

Airbnb ersetzt Schaden

Airbnb will den Vermietern den Schaden ersetzen. Der offizielle Mieter wurde nach Angaben eines Unternehmenssprechers lebenslang für die Nutzung des Dienstes gesperrt. Das Start-up, dessen Dienst weltweit von 35 Millionen Leuten genutzt wird, versucht solchen Vorfällen vorzubeugen und rät Vermietern, ihre Gäste zu überprüfen. Nach vergleichbaren Vorfällen in der Vergangenheit wurde der Kundendienst verstärkt und ein eigenes „Trust & Safety Department“ eingerichtet. Man habe Null-Toleranz für diese Art von Verhalten und arbeite "mit Hochdruck" an der Aufklärung des Vorfalls, hieße es seitens Airbnb gegenüber der futurezone. Solche Schadensfälle seien "extrem selten".

Meldungen über verwüstete Wohnungen im Zusammenhang mit dem Zimmervermittler taucher immer wieder auf. In New York wurde im vergangenen Jahr ein Apartment auseinandergenommen, in Schweden wurde 2012 eine gemietete Wohnung in ein Bordell umgewandelt - und in der kalifornischen Stadt Oakland wurden Einrichtungsgegenstände mit einer Axt zerstört und Computer aus einer Wohnung entwendet. Dafür wurden „Meth-Pfeifen“ zurückgelassen.