ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Computer-Code ist am 20.11.2011 auf einem Bildschirm in Köln zu sehen. Für Betrüger hat sich das Netz zum Tummelplatz entwickelt. Sie agieren aus dem Ausland mit Fantasie und geklauter Identität und können relativ risikoarm gutgäubige Menschen abkassieren. Foto: Oliver Berg dpa/lhe (zu lhe-BLICKPUNKT vom 05.07.2012) +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Digital Life
10/03/2013

Betrüger stehlen Log-in-Daten mit falschen Wi-Fi-Netzen

Durch das Aufspannen von WLANs in Kaffeehäusern oder anderen beliebten Internet-Nutzungszonen können Betrüger Zugangsdaten zu Online-Diensten stehlen.

Die Firma Jumio wird in Kürze einen Bericht mit dem Titel "The Fraudsters Playbook" veröffentlichen, in dem vor manipulierten Wi-Fi-Netzwerken gewarnt wird. An Orten, wo Gratis-WLAN verfügbar ist, können Betrüger demnach einfach ein Drahtlos-Netzwerk einrichten, dessen Namen identisch mit dem frei zugänglichen Angebot ist. Wenn sich unbedarfte User dann in das falsche Wi-Fi-Netz einloggen, stehlen die Kriminellen vorzugsweise Zugangsdaten zu Online-Banking oder Online-Shopping-Accounts.

Der Trick funktioniert, indem die Betrüger auf Rechnern, die sich in ihr fingiertes Netzwerk einloggen, Malware installieren, die ihnen Zugang zu den Systemen erlaubt. Laut Jumio ist das eine der bevorzugten Vorgehensweisen von Identitäts-Dieben. Vor allem Internet-Nutzer, die drahtlose Netzwerke in Kaffeehäusern, Restaurants, Flughäfen, Spitälern, Arztpraxen, Büchereien, Buchhandlungen und Wohnhäusern nutzen, sind gefährdet.