Teenager

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Digital Life

Nicht Boomer, sondern Gen Z sind am gefährdetsten im Netz

Je älter, desto eher Opfer: Das ist die vorherrschende Meinung, wenn es um Cybersicherheit geht. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dies nicht so ist. Die Gen Z vernachlässigt demnach den Schutz der eigenen Daten, obwohl sie mit dem Internet aufgewachsen und dort besonders aktiv ist. Das macht sie für Cyberkriminelle zu bevorzugten Opfern.

Die Studie wurde von CybSafe durchgeführt. In der 2022er-Version nahmen 3.000 Personen aus den USA, Kanada und Großbritannien teil. Für die aktuelle 2023er-Ausgabe wurden 6.000 Personen befragt, die zusätzlich aus Frankreich, Deutschland und Neuseeland kommen.

Online-Sicherheit hat wenig Priorität

Befragt wurden Mitglieder der Generation Z, Millennials, Gen X, Baby Boomer und Silent Gen (1928 bis 1945 geboren). Die Frage, ob Online-Sicherheit eine Priorität ist, beantworteten nur 69 Prozent der Gen Z mit Ja. Je älter die Generation, desto höher die Zustimmung. Die Silent Gen stimmte zu 94 Prozent zu.

In der Folgefrage wollten die Studienautor*innen wissen, ob die Online-Sicherheit den ganzen Aufwand wert ist. Die Gen Z beantwortet die Frage nur zu 52 Prozent mit Ja und zu 21 Prozent mit Nein. Bei den Millennials stimmen zwar mit 57 Prozent mehr Befragte zu, dafür sind sie mit 23 Prozent die größten Verneiner. Die Baby Boomer sind mit 83 Prozent die größten Zustimmer. Nur 6 Prozent der Boomer sagen, dass Cybersicherheit den Aufwand, den man dafür betreiben muss, nicht wert ist.

35 Prozent der Gen Z gaben an, mit Entscheidungen zum Schutz ihrer Daten überfordert zu sein. Nur 44 Prozent glauben, dass sie ihre Cybersicherheit unter Kontrolle haben. Außerdem sind 21 Prozent der Meinung, dass sie den Umständen ausgeliefert sind, also gar keine Kontrolle über ihre Online-Sicherheit haben.

Entsprechend fällt die Zahl der Betroffenen aus. 43 Prozent der Gen Z wurde bereits Opfer von Cybercrime. Danach folgen die Millennials mit 36 Prozent. Die Boomer sind mit 15 Prozent am seltensten Opfer von Cybercrime geworden.

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