Digital Life
12.07.2018

Britische Straßenschilder erkennen, ob Autofahrer telefonieren

© Bild: Norfolk County Council

Im britischen Norfolk werden derzeit Warnschilder getestet, die telefonierende Fahrer an das Handyverbot erinnern sollen.

Die Schilder, die derzeit in Norfolk getestet werden, zeigen ein durchgestrichenes Smartphone. Das Besondere an den neuen Tafeln ist, dass sie nur aufleuchten, wenn in einem herannahenden Auto ein Handytelefonat erkannt wird, das nicht über eine Freisprecheinrichtung geführt wird, wie die BBC berichtet. Ob es der Fahrer ist, der mit seinem Smartphone telefoniert, oder einer der Passagiere, kann das Hightech-Warnschild aber nicht feststellen.

Abschreckung

Das System funktioniert, indem nahende Autos mit einer Richtantenne untersucht werden. Dabei wird festgestellt, ob und wie lange das Telefon aktiv ist und ob parallel eine Bluetooth-Verbindung besteht. Wenn ein Telefonat ohne Bluetooth erkannt wird, leuchtet das Schild auf. Die Inhalte eines Gesprächs werden dabei nicht aufgezeichnet. Die Hersteller des Systems hoffen, dass die Menschen das Handyverbot am Steuer eher beachten, wenn ihnen bewusst wird, dass ihre Telefonate aus der Ferne detektierbar sind.

Derzeit wird das System an vier Orten in Norfolk getestet. In einem Monat sollen die Anlagen dann in anderen Gemeinden in England zum Einsatz kommen. Die Zahl der erfassten Mobiltelefonate wird auch den lokalen Polizeistationen bekanntgegeben. In Zukunft wäre laut den Herstellern auch die Erfassung der Kennzeichen von Autos, in denen ein Telefonat erkannt wird, denkbar. Wie ein Verstoß gegen das Gesetz so allerdings bewiesen werden könnte, ist ob der unzureichenden Zuordnung der Telefonate aber unklar.