© Erste Bank/MARTIN DARLING

Digital Life
09/28/2020

Corona: 36 Prozent verwenden Bargeld seltener

Das Banking wurde durch Corona digitaler – auch beim Bezahlen in den Geschäften.

von Barbara Wimmer

Corona hat auch bei Banken alles auf den Kopf gestellt. Die Digitalisierung hat einen enormen Schub bekommen – von der digitalen Bankberatung bis zum Zahlen in den Shops hat sich seit März vieles verändert. Doch zu Beginn der Krise, kurz vor dem coronabedingten Lockdown in Österreich, gab es zuerst einen großen Run auf Bargeld.

„Am Freitag, den 13. März, als es die ersten Gerüchte über den Lockdown gab, wurde viermal so viel Bargeld abgehoben wie an einem normalen Freitag“, sagt Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank am Montag in Wien bei einem Pressegespräch. Das sei für Banken eine „große Herausforderung“ gewesen – nicht etwa, weil es an Bargeld fehlen würde, sondern aus logistischen Gründen.

Kontaktloses Zahlen

Doch der Run auf Bargeld schlug schnell um: 38 Prozent der Menschen zahlen nun häufiger kontaktlos. Zusätzlich sagen 36 Prozent, dass sie seit März seltener Bargeld verwenden als zuvor. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Erste Bank beim Marktforschungsinstitut IMAS unter 900 Personen. „Beim kontaktlosen Zahlen wurde das Limit von 25 Euro auf 50 Euro angehoben, für das man keinen PIN-Code eingeben muss“, sagt Schaufler. Damit konnte die Bankenbranche etwas aktiv dazu beitragen, dass Kunden so wenig wie möglich mit Bankomatkassen in Kontakt geraten. „Das kontaktlose Zahlen wird auch nach der Krise bleiben“, meint Schaufler.

Auch die Zahl der Transaktionen mit der Debitkarte stieg um zirka 20 Prozent im Vergleich mit dem Jahresbeginn 2020. Die Erste Bank und Sparkasse verzeichnen zudem rund 300.000 Kunden, die im Schnitt jeden zweiten Tag mit dem Handy zahlen.

Digitale Beratung statt Filialen

Während des vorläufigen Höhepunkts der Corona-Krise gingen auch kaum noch Menschen in die Bankfilialen. Stattdessen bemerkte die Erste Bank eine massive Steigerung bei der Nutzung von George. „Es konnten teilweise 2300 Logins pro Minute beobachtet werden“, sagt Schaufler. Man habe als Erste Bank zudem auf „Remote“ umgestellt, es gab für Kunden telefonische und Online-Video-Beratung. „Das hat von Anfang an gut funktioniert“, so Schaufler. In den Filialen wurde mit geteilten Teams gearbeitet – es gab Plexiglaswände, kartonweise Masken und Desinfektionsmittel.

Vor allem ältere Kunden waren mit dem Online-Banking-System George noch nicht so vertraut. Für diese gab es im Sommer Schulungen im Park. „Ab dem Frühling bieten wir weitere coronasichere Outdoor-Schulungen für Senioren, wo wir in Kleinstgruppen alles von der Pike auf erklären“, sagt Schaufler. Mittlerweile – seit Anfang September - sei die Zahl der Kunden, die wieder in Bankfilialen kommen, wieder am Vormarsch, so der Erste-Bank-Experte.

Verbesserungen

„Die Frequenz in den Filialen ist seit Anfang September wieder auf dem Niveau vor Corona“, so Schaufler. „Jetzt herrscht wieder die Ungeduld vor den Filialen.“ Doch das Angebot an Telefon- und Videoberatung werde weiterhin im Angebot bleiben. „Wir können jede einzelne Beratungssituation aus der Ferne abwickeln und Kunden haben die Wahlmöglichkeit“, sagt der Erste-Bank-Experte. Derzeit arbeite man daran, dass Kunden bei der Videoberatung Dokumente während des Gesprächs hochladen und mit dem Berater teilen können, heißt es.

Generell sind die Österreicher derzeit bei neuen Anschaffungen sehr vorsichtig. Die Konsumkredite seien etwa massiv zurückgegangen, die Wohnkredite sind jedoch stabil. Vier von zehn Österreichern haben während der Corona-Krise finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. „Es ist zu befürchten, dass diese Zahl noch steigen wird“, so Schaufler.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit Erste Bank und Sparkassen.

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