Digital Life
26.01.2017

Donald Trump will unsicheres Android-Smartphone behalten

Donald Trump weigert sich, auf sein Galaxy S3 zu verzichten. Die veralterte Software ist allerdings anfällig für Sicherheitslücken.

Donald Trump hat seit fünf Jahren ein Galaxy S3 von Samsung. Das will er auch nach seiner Angelobung als US-Präsident behalten. Im Weißen Haus herrschen aber normalerweise strikte Vorgaben, was die Sicherheit der Smartphone-Geräte betrifft. Schließlich will man verhindern, dass der US-Präsident ein leichtes Ziel von Cyberangriffen wird.

Das Galaxy S3 ist allerdings nicht mehr auf dem neuesten Stand. Bei Android 4.4. ist Schluss und damit ist das Android-Smartphone extrem unsicher. Gezielte Phishing- und Malware-Angriffe sind damit problemlos möglich. Die aktuelle Software-Version ist bereits bei 7.1.1. angelangt, ist für das Galaxy S3 aber nicht verfügbar.

Sicheres Handy

Trump hat zudem bereits ein aktuelleres Smartphone vom Sicherheitsdienst des Weißen Hauses erhalten, aber dieses benutzt er offensichtlich nicht so häufig. Erst vergangene Woche gab es Berichte, wonach er sein Galaxy S3 abgeben hatte müssen.

Wie die „New York Timesberichtet benutzt Trump sein Galaxy S3, um damit von zu Hause aus vor dem Fernsehgerät regelmäßig Twitter-Nachrichten zu verschicken. Tatsächlich sind die Tweets, die auf Twitter einem Android-Gerät zugeordnet werden, von Trump, während die Tweets von iPhones von einem Mitarbeiter stammen, wie eine ältere Analyse seines Twitter-Accounts bereits ergeben hatte.

Der scheidende US-Präsident Barack Obama verglich sein offizielles Smartphone übrigens in einer Talkshow einmal mit einem Spielzeug-Gerät für Kinder. Man kann damit weder SMS schreiben noch Fotos schießen oder Musik abspielen. Es bleibt abzuwarten, ob sich auch Trump am Ende doch noch diesen Reglements unterwirft.