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© APA/AFP/GIUSEPPE CACACE / GIUSEPPE CACACE

Digital Life

Echtes Squid Game findet in Abu Dhabi statt

Habt ihr Squid Game gesehen und verspürt das Bedürfnis, vor maskierten Menschen Kinderspiele um euer Leben zu spielen? In Abu Dhabi gibt es jetzt die Möglichkeit dazu – nur, dass die Verlierer*innen nicht erschossen werden. Auf sie wird lediglich geschossen.

Das Korean Cultural Center veranstaltete heute, am 12. Oktober, ein Squid Game, basierend auf der gleichnamigen Netflix-Serie. Wer teilnehmen wollte, musste Fragen zur Show richtig beantworten. Über 300 Personen haben das geschafft. Aus ihnen wurden 2 Gruppen mit je 15 Spieler*innen gewählt. Die Gruppen traten unabhängig voneinander in 2 Sessions an.

Die Organisatoren tragen pinke Kostüme und Masken

Wie bei der Netflix-Serie hatte auch diese Veranstaltung ein Turnier-System. Nur wer bei einem Spiel gewinnt, kann am nächsten teilnehmen. Die „Eliminierten“ durften aber zumindest noch zuschauen. Passend zur Serie trugen die Organisatoren die pinken Kostüme der Wachen aus der Serie. Die Teilnehmenden mussten sich nicht gänzlich umziehen, aber T-Shirts mit Nummern überwerfen.

Das erste Spiel war Red Light, Green Light. Wer sich nach dem Kommando Red Light bewegt, scheidet aus und wird abgeschossen. Allerdings mit Schaumstoff-Bällen, anstatt mit einer 7.62-Kugel aus einer KAC SR25, wie es in der Serie zu sehen ist.

Wer weiter kommt, spielt das Glasboden-Spiel nach. Allerdings stürzen die Verlierer*innen nicht 50 Meter in den Tod – gespielt wird am Boden auf Trittsteinen. Danach kommt das Dalgona-Spiel. Dabei muss eine Form aus einer Honigplatte herausgebrochen werden, ohne die Form zu beschädigen.

Das finale Spiel ist Ttakji

Weiter geht es mit dem Murmelspiel. Hier treten die verbleibenden Teilnehmenden gegeneinander in Paaren an. Gespielt wir Gerade-oder-Ungerade. Wer alle Murmeln verloren hat, scheidet aus.

Das finale Spiel ist Ttakji, welches in der Serie eigentlich eine Art Qualifikationsspiel vor den eigentlichen Spielen ist. Hier treten wieder 2 Teilnehmende gegeneinander an. Beide Spielenden haben ein gefaltetes Papier. Eines liegt am Boden. Die Gegner*in wirft ihr Papier darauf, um das Papier am Boden umzudrehen. Das Ganze wird abwechselnd gemacht. Wer zuerst schafft das Papier der Gegner*in umzudrehen, hat gewonnen.

Menschen sollen durch Squid Game die koreanische Kultur kennenlernen

Nam Chan-woo, Direktor des Korean Cultural Centers in Abu Dhabi, erklärt, wieso es lustig ist eine Ab-18-Serie nachzustellen: „Die Spiele scheinen ein bisschen brutal, um das dramatische Element der Serie zu maximieren. Aber alle Spiele in der Show sind populär bei koreanischen Kindern und wurden damals wie heute gespielt.“ Er hofft, dass durch die Veranstaltung mehr Menschen in Abu Dhabi die koreanische Kultur kennenlernen.

Das dürfte in einigen Fällen nicht wie gewünscht funktionieren. An belgischen Schulen wird Squid Game auch nachgespielt – von Kindern. Anstatt aber einfach nur die Kinderspiele zu spielen, werden die Verlierer*innen mit Prügeln bestraft.

Solange noch niemand bei einer Squid-Game-Nachstellung stirbt, wird Netflix nichts dagegen haben, wenn der Hype um die Show so weitergeht. Um daran noch zu verdienen, verkauft Netflix eigenes Merchandise zur Serie. Zudem findet man in Kostümgeschäften bereits die Masken und Anzüge der Wachen, sowie die Jogging-Anzüge der Teilnehmenden. In den USA ist Squid Game dieses Jahr das meistgesuchte Halloween-Kostüm im Internet.

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