Erste Bank und Sparkassen ziehen eine erste positive Bilanz bei ihrer Banking-Plattform George
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George

Erste Bank: 200.000 User nutzen neues Online-Banking

Die im Jänner offiziell gestartete neue Banking-Plattform „George“ von Erste Bank und Sparkassen hat laut den Verantwortlichen enorme Resonanz hervorgerufen. Nur vier Monate nach dem Start nutzen bereits 200.000 User das neue System. Zum Vergleich: Erste Bank und Sparkassen haben insgesamt etwa 800.000 Online-Banking-User. „Dass wir bereits im April die 200.000-User-Marke überschreiten, hätte ich nie im Traum erwartet. Besonders beindruckend ist, dass unter den George-Usern auch viele Kunden sind, die noch nie einen Online-Banking-Zugang hatten“, meint Erste-Hub-Leiter Boris Marte, der für die Konzeption mitverantwortlich zeichnete.

Längere Nutzungsdauer

Obwohl das System von Grund auf neu entwickelt wurde, sei der Launch praktisch problemlos verlaufen. Einzig im Februar mussten aufgrund der unerwartet hohen Nutzungsfrequenz weitere Serverkapazitäten dazugeschaltet werden. Auch das Feedback der Kunden sei überwiegend positiv. „Dass sich Kunden in einem neuen System öfter einloggen und sich intensiv damit beschäftigen, um sich zurechtzufinden, liegt auf der Hand. Was uns aber besonders freut, ist, dass die Nutzungsdauer von George auch nach dieser Eingewöhnungsphase weitaus länger ist als beim alten Netbanking“, sagt Marte im Gespräch mit der futurezone.

Laut Marte würden User sehr viel Zeit mit der Personalisierung ihrer Übersichtsseite verbringen. Dort können verschiedene Konten und Produkte farblich gekennzeichnet und in verschiedenen Darstellungsgrößen angeordnet werden. Über Plug-ins aus dem sogenannten George + Store können etwa die gesamten Ersparnisse in einer Box angezeigt, Konten von anderen Banken manuell importiert, aber auch das Hintergrundbild verändert werden. „Die Wahl eines eigenen Wallpapers ist nicht nur Spielerei, sondern auch ein Sicherheits-Feature. Je individueller die Finanzübersicht visuell gestaltet werden kann, desto unwahrscheinlicher ist es, dass User auf eine gefälschte Online-Banking-Seite hereinfallen“, so Marte.

Finanzmanager geplant

Ungeachtet des erfolgreichen Starts sehen sich die George-Verantwortlichen erst am Anfang, was die neue Banking-Plattform betrifft. Im laufenden Jahr werden etwa alle zwei Wochen weitere Funktionen und Plug-ins dazukommen. Darunter befindet sich ein komplett überarbeiteter Finanz-Manager, der Kontobewegungen auf visuelle und spielerische Art anzeigen und analysieren soll. Ein neues Plug-in namens Snapshot soll Monat für Monat einen Überblick über die eigene finanzielle Entwicklung sowie Einnahmen- und Ausgaben-Trends in diversen Kategorien bieten.

„Für 2015 sind noch etwa zehn neue Plug-ins sowie die Integration neuer Produkte in George geplant. Einige davon werden sehr umfassend sein“, sagt Marte. Neben kostenlosen Erweiterungen sind auch Zusatzfeatures geplant, die für den versprochenen Mehrwert nur gegen eine Gebühr freigeschaltet werden können. Derzeit existiert nur ein solches Plug-in, nämlich eine sieben Jahre zurückgehende Kontoübersicht, die um 49 Cent pro Monat dazugebucht werden kann. Mit der Nutzung der Plug-ins – auch des angesprochenen kostenpflichtiges – zeigt man sich bei der Erste sehr zufrieden. „In Summe nutzt jeder fünfte George-User zumindest ein Plug-in. Das ist insofern ein hervorragender Wert, da wir diese Möglichkeit bisher kaum beworben haben“, meint Marte.

User eingebunden

Auch in Zukunft will man am Konzept festhalten, User früh und laufend in der Weiterentwicklung der digitalen Angebote zu berücksichtigen. So hatte die Bankengruppe George bereits vor dem offiziellen Start einer großen Gruppe von Betatestern zur Verfügung gestellt und auch bei der App-Entwicklung mittels Co-creation-Workshops und der s Lab-Plattform Ideen und Verbesserungsvorschläge eingearbeitet. „Wir werden auch das ganze Jahr 2015 damit verbringen, viel zu experimentieren, das Business-Modell und unsere Kunden noch besser kennenzulernen und diese Erkenntnisse wieder in die App- und George-Weiterentwicklung einfließen lassen“, erklärt Marte.

Auch die parallel gelaunchte George-Go-App soll im Laufe des Jahres mit zusätzlichen Funktionen erweitert werden. Diese Updates werden anhand des analysierten Nutzerverhaltens und Feedback der App-User gestaltet. „Der wesentliche Unterschied zu früher ist, dass die Kunden den Weg vorgeben. Nur so können wir im digitalen Bereich unsere Spitzenposition ausbauen“, fasst Erste-Vorstand Peter Bosek die Entwicklung zusammen.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit Erste Bank und Sparkassen.

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