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Digital Life
08/14/2020

Facebook lässt 25.000 Liter Bohrflüssigkeit einfach im Meer zurück

Weder das soziale Netzwerk noch sein Auftragnehmer wollen die Flüssigkeit absaugen.

Bei Bohrungen für Facebooks Seekabel Jupiter kam es im April in Tierra Del Mar im US-Bundesstaat Oregon zu einem Unfall. Der Bohrer traf auf ein Hartgestein, etwa 15 Meter unter dem Meeresboden. Die Folge: Der Bohrknopf, ein 340 Meter langes Rohr und 25.000 Liter Bohrflüssigkeit befinden sich noch immer am Meeresboden. 

Und dort soll es auch bleiben – weder Facebook noch sein Auftragnehmer Edge Cable Holdings kümmern sich um eine Bergung der Ausrüstung beziehungsweise eine Reinigung des Meeres.

Keine Gefahr 

Einer Facebook-Sprecherin zufolge gebe es keine negativen Folgen für Umwelt und Bürger. Woraus die Bohrflüssigkeit konkret besteht, ist aber unklar. Zwar sei eine Entfernung des Equipment und der Flüssigkeit möglich, jedoch ihr zufolge nicht unbedingt garantiert erfolgreich oder gar umweltbedacht.

180 Tage Zeit

Laut Engadget sollen die Staatsbeamten sollen erst am 17. Juni über den Unfall informiert worden sein, sodass „potenzielle Optionen zur Rückgewinnung der Ausrüstung“ verhindert wurden, sagt Sprecher Ali Hansen. Facebook habe aufgrund unautorisierter Lagerung des Equipments unzulässig gehandelt.

Der Konzern bekommt 30 Tage, um sich mit dem Bundesstaat zu einigen und für die Schäden aufzukommen. Auch sollen Informationen zu aktuellen und zukünftigen Risiken, die von den hinterlassenen Objekten und Flüssigkeit ausgehen könnten, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Facebook hat zudem 180 Tage Zeit, das Equipment und die Flüssigkeit zu entfernen, ohne die Umwelt zu schädigen. Ansonsten gebe es auch die Möglichkeit, um eine neue Genehmigung anzusuchen, die Ausrüstung am Unfallort zurückzulassen.

Neues Loch 2021

Facebook hat jedenfalls verkündet, dass 2021 ein neues Loch gebohrt werden soll. Das gesamte Jupiter-Seekabel soll eine Länge von über 14.500 Kilometer erreichen – Facebook besitzt den Oregon-Zweig, der 740 Meter lang ist. Er besteht aus zwei Glasfaserpaaren, wobei jedes Paar eine Kapazität von 12 Tbit/s haben soll.

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