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Digital Life
10/08/2020

Facebook verbannt Nippel-Tattoo für Krebspatienten

Eine Tattoo-Künstlerin, die Krebspatienten hilft, darf auf der Social Media Plattform nicht mehr werben.

Die Schönheitstherapeutin Vicky Morgan hilft Frauen und Männern, die nach einer Krebstherapie ihre Brust verloren haben. Sie ist ausgebildete Tattoo-Künstlerin und sticht unter anderem Tattoos, die den Brustwarzenhof und die Brustwarze darstellen. Diesen Dienst wollte sie auf Facebook bewerben. 

Allerdings hat Facebook klare Regeln gegen "sexuelle Inhalte und Nacktheit" und verbot die Werbung. Sie habe mit ihrer Werbung Brustkrebs-Überlebende erreichen wollen, sagte Morgan gegenüber der BBC. Es sei frustrierend, dass die Werbung immer wieder abgelehnt werde.

Auf ihrer Facebook-Seite konnte sie die Bilder der rekonstruierten Brüste allerdings hochladen. "Ich verstehe, dass solche Regelungen sinnvoll sind, wenn es um Werbung geht, die möglicherweise anstößig ist, aber es sollte Bestimmungen geben, wenn es um Postings geht, die Menschen helfen sollen, indem sie ihnen paramedizinische Services anbieten", erklärte Morgan.

"Inhalte für Erwachsene"

Ein Facebook-Sprecher teilte der BBC mit, dass diese Bilder lediglich auf der Facebook-Seite des Unternehmens erlaubt sein, nicht aber als Werbemittel: "Wir erlauben Nutzern nicht, Anzeigen zu schalten, die Inhalte für Erwachsene enthalten, einschließlich Nacktheit oder impliziter Nacktheit, da Anzeigen strengeren Richtlinien unterliegen. Wir erkennen die wichtige Arbeit an, die Vicky leistet, und hoffen, dass sie die Plattform weiterhin nutzt, um dies zu fördern." 

Immer wieder steht diese Praktik in der Diskussion. So dürfen Männer oberkörperfrei auftreten, Frauen dürfen allerdings keine Nippel zeigen. Bereits 2016 gab es daher die Aktion "Genderless Nipples" auf der Plattform Instagram, die zu Facebook gehört. 2019 demonstrierten hunderte Menschen nackt vor dem Facebook-Hauptquartier in New York gegen das Nippel-Verbot.

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