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Digital Life
02/15/2019

Facebook will Inhalte von Impfgegnern unterdrücken

Facebook, Instagram und YouTube wird vorgeworfen, angstmachende Meldungen von Impfgegnern zu verbreiten.

Facebook möchte künftig Maßnahmen ergreifen, damit Inhalte von Impfgegnern weniger Usern angezeigt werden. Der Auslöser dafür ist ein aktueller Ausbruch von Masern in Washington, USA. An der Verbreitung der Krankheit sollen auch die sozialen Medien schuld sein, weil sie Impfgegnern eine Plattform bieten.

Adam Schiff, Mitglied des US-Repräsentantenhauses, hat deshalb offene Briefe an Facebook und Google geschrieben. Er wirft Facebook, Instagram, Google und YouTube vor, die Verbreitung von Falschinformationen und Meinungen von Impfgegnern zu fördern. So würde Facebook etwa Impfgegner-Gruppen empfehlen, wenn man nach dem Begriff Impfung sucht.

In einer Reaktion hat Facebook gesagt, dass man zusätzliche Maßnahmen untersuche, um dieses Problem zu bekämpfen. Das könnte das Entfernen solcher Inhalte aus den Empfehlungen sein, inklusive empfohlenen Gruppen zum Beitreten, und das Herabstufen solcher Inhalte in den Suchergebnissen. Für Facebook sei das Thema Gesundheit wichtig.

YouTube will ebenfalls Maßnahmen ergreifen. So sollen Videos nicht mehr empfohlen werden, die falsche Informationen enthalten, die Usern schaden könnten.