Digital Life
05.11.2018

Familie ist traumatisiert, nachdem ihre Nest-Kameras gehackt wurden

Eine Familie aus den USA musste eine schreckliche Erfahrung mit ihren Heim-Überwachungskameras machen.

Das Kind der New Yorker Familie kommuniziert regelmäßig nach der Schule mit seinem Vater über die Nest-Überwachungskamera. Diese smarten Kameras machen es möglich, mit dem Gegenüber zu plaudern.

Eines Tages kam das Kind jedoch aus dem Spieleraum gelaufen und meinte etwas verwundert: "Mami, es spricht jemand mit mir, aber es ist nicht Daddy." Die Mutter, die ihre Geschichte dem lokalen TV-Sender PIX11 anvertraute, lief schnell ins Zimmer und gab dem Fremden zu verstehen, dass sie jetzt die Polizei ruft. Anschließend habe sie umgehend der Überwachungskamera den Stecker gezogen.

Wie das Kind später erzählte, wollte der Fremde wissen, ob es mit dem Schulbus zur Schule fährt und welche Spielsachen es gerne hat. Als das Kind nach seiner Mutter rief, forderte der Fremde das Kind auf, den Mund zu halten.

Der Vorfall bereite der Familie großes Unbehagen. Sie leben seither in Angst, sagte die Mutter dem TV-Sender: "Ich weiß nicht, wie lange er uns zugeschaut hat. Er könnte uns monatelang zugesehen und zugehört haben."

Passwörter ändern

Der Hersteller Nest hat der Familie geraten, das Passwort der Geräte zu ändern und zusätzlich die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren. Auf den Vorfall angesprochen, ließ Nest den TV-Sender wissen, dass es in der Vergangenheit ähnliche Vorfälle gegeben habe. Dabei verwendeten die User meist Passwörter, die sie auch auf anderen Online-Plattformen nutzen, welche aber durch ein Datenleck im Internet kursieren.