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© Kurier/Gerhard Deutsch

Digital Life
01/24/2020

Firma will Polizei Kameras verkaufen, die in Grabsteinen versteckt sind

Der Anbieter für Überwachungssysteme hat mit rechtlichen Schritten gedroht, wenn darüber berichtet wird.

Der Anbieter für Videoüberwachungssysteme Special Services Group hat der lokalen Polizei ein bizarres Angebot gemacht: Die Firma möchte Überwachungskameras in Grabsteinen, Baby-Autositzen oder gar Staubsaugern verstecken. Das Unternehmen arbeitet auch mit der Sicherheitsbehörde FBI, der Strafverfolgungsbehörde DEA und der Zollbehörde ICE zusammen.

Der Analyst von Open The Government, Freddy Martinez, der die Brochüre der Firma erhalten hatte, zeigt sich besorgt. Dadurch, dass derartige Devices immer „billiger, kleiner und leistungsfähiger“ werden, sei es sehr wahrscheinlich, dass sich nicht nur die Polizei deren Einsatz zu Nutzen mache, sondern auch andere Menschen.

Keine öffentliche Bewerbung

Das Logo der Firma zeigt das Auge über der Pyramide, die auf der Rückseite des 1-Dollar-Scheins zu sehen ist und laut Verschwörungstheoretikern mit dem Illuminatenorden in Verbindung stehen soll. Der Slogan des Unternehmens: „Ständige Wachsamkeit“ („Constant Vigilance“).

Öffentlich will die Special Services Group ihre Produkte nicht bewerben. Denn: Aufgrund der kritischen Aufträge ihrer Kunden könne sie keine Produktinformationen preisgeben, heißt es auf der Website. Nicht nur staatliche Behörden, sondern auch „ausgewählte Klienten“ zählen zu den Kunden. Für Details müsse man sich mit den Zuständigen in Verbindung setzen.

Einfach zu transportieren

Die Grabstein-Kamera sei das neues Überwachungsdevice mit Option für Audioaufzeichnungen. Die Batterie soll zwei Tage lang halten, heißt es in der Brochüre. Das Gerät sei tragbar und einfach von A nach B zu transportieren. Auch Kameras in Form eines Weckers, etwa für Hotelzimmer, eines Steins oder Baumstamms seien erhältlich. Alles wird jedoch recht verdeckt kommuniziert.

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Und auch so scheint das Unternehmen - wie sein Name schon sagt - geheimnisvoll zu sein. Vice berichtet, dass das Überwachungsunternehmen das Lifestyle-Magazin mit gerichtlichem Vorgehen bedroht hätte, wenn ein Artikel darüber veröffentlicht würde.

Der Anwalt der Firma betonte, dass über die Brochüre nicht berichtet werden darf, denn sie sei von der International Traffic in Arms Regulations (ITAR) geschützt. Das ist ein US-amerikanisches Regelungswerk, das den Handel mit Waffen, Rüstungs- und Verteidigungsgütern kontrollieren soll. Ob sich Vice tatsächlich mit diesen rechtlichen Schritten konfrontiert sehen wird, wird sich zeigen.

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