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Digital Life
11/17/2020

Google Pay startet in Österreich

Der Zahlungsdienstleister Mastercard bringt Googles Bezahldienst erstmals auch hierzulande auf den Markt.

von Thomas Prenner

Gut eineinhalb Jahre, nachdem Apples Bezahldienst Apple Pay in Österreich angekommen ist, startet nun auch Google Pay hierzulande. Wie der Kreditkartenanbieter Mastercard in einer Aussendung bekannt gegeben hat, ist Google Pay ab sofort in Österreich verfügbar. Voraussetzung ist allerdings ein Konto bei einem der teilnehmenden Fintechs N26, Revolut, Curve, Monese oder Viva Wallet. 

Hat man ein Konto bei einem dieser Dienste, kann man seine Mastercard-Karte (Debit oder Kredit) auf einem Android-Smartphone hinterlegen. Dazu muss man die jeweilige Karte lediglich in der App auswählen bzw. aktivieren. Die entsprechende Option heißt “Zu Google Pay hinzufügen”. In der N26-App war die Option am Dienstagvormittag bereits in den Einstellungen zu finden. Voraussetzung ist lediglich NFC, das mittlerweile aber Standard in so gut wie jedem Android-Handy ist. 

Hat man die Karte hinterlegt, kann man in allen Geschäften, wo kontaktlose Zahlung möglich ist, mit seinem Handy zahlen. Dazu muss man das Gerät lediglich auf das entsprechende Terminal halten. App muss dabei keine geöffnet sein, die Karte ist auf Betriebssystemebene hinterlegt. Auch eine Internetverbindung ist nicht notwendig. Um ein Limit - wie etwa beim kontaktlosen Bezahlen mit Bankomat- oder Kreditkarten - muss man sich ebenfalls keine Gedanken machen, wenn das Handy vor dem Bezahlen entsperrt wird.

Man Paying With NFC Technology On Smart Phone

Andere Banken

Große österreichische Banken unterstützen Google Pay vorerst nicht. Auf Anfrage der futurezone gaben sich etwa BAWAG, Erste Bank und Raiffeisenbank gleichermaßen zurückhaltend. Man wolle abwarten, wie sich die Nachfrage entwickelt und entsprechend evaluieren. Viele der großen Banken verweisen auch auf ihre bereits bestehenden Lösungen. So kann man auch abseits von Googles Bezahldienst digitale Kopien seiner Karten auf Android-Handys hinterlegen. Der Bezahlvorgang funktioniert dann im Grunde genauso, als wäre es Google Pay. Man muss lediglich sein Smartphone auf das Terminal halten, die Banking-App muss nicht gestartet sein.

Kunden der Erste Bank und Sparkassen können etwa digitale Kopien ihrer Kreditkarte und Debit Mastercard auf ihr Handy laden. Dazu muss man lediglich die George-App öffnen und dort das Handy-Symbol antippen. Anschließend kann man die Funktion aktivieren. Eine detaillierte Anleitung findet sich hier. Gleiches bietet auch die Bank Austria mit ihrer Mobilen Geldbörse App. Auch dort kann die Debitkarte digital am Smartphone hinterlegt werden. Raiffeisen erlaubt das Hinterlegen in der Elba-pay-App, mehr Informationen und eine Erklärung gibt es hier.

Diese digitalen Kopien der Karten verhalten sich hinsichtlich Code-Eingabe aber anders als Google Pay. So muss man dort in gewissen Situationen sehr wohl seinen Karten-PIN eingeben. Etwa dann, wenn der Betrag 50 Euro übersteigt oder mindestens nach 5 Zahlungsvorgängen ohne Code.   

BlueCode

Eine andere Möglichkeit, mit seinem Handy zu bezahlen, bietet das aus Österreich stammende Start-up Bluecode. Dabei generiert die App bei jedem Bezahlvorgang einen Strichcode, der dann an der Kasse gescannt werden muss. Bezahlt werden kann in 85 Prozent aller Lebensmittelmärkten und Bäckereien wie Felzl und Felber. 

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