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Digital Life
07/17/2019

Influencerin springt in giftigen See, wird krank: “Das war es wert”

Influencer gefährden auch ihre Gesundheit, wenn es um den "best Shot" mit einem Sprung in einen toxischen See geht.

Bei einer Instagram-Influencerin lösten der Sprung in einen wunderschönen, türkisfarbenen See im Nordwesten von Spanien einen Hautausschlag und Übelkeit aus. Sie musste sogar erbrechen und sich im Krankenhaus durchchecken lassen. Trotzdem sagte sie danach: „Das war es wert“.

Toxisch

Sie war nicht die erste Instagram-Nutzerin, die im Spital landete, nachdem sie den Monte Neme besucht hatte. Der See lockt mit seiner türkisen Farbe zahlreiche Touristen an, doch was nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist: Die wunderschöne, blaue Farbe stammt von einer chemischen Kontaminierung.

Der See liegt direkt neben einer Mine, die in den 1980er-Jahren verlassen worden war. Sie wurde dazu verwendet, um Wolfram zu gewinnen, eine Schlüsselkomponente für die Produktion von Glühbirnen.

Gesundheitsschädlich

Wer mit dem Wasser in Kontakt gerät, riskiert einen Hautausschlag. Auch die Irritationen der Augen sei möglich, heißt es in einem Bericht des Independent. Wer längere Zeit in dem See verbringt muss zudem mit Durchfällen, Übelkeit und weiteren Symptomen, die den Verdauungstrakt betreffen, rechnen.

Viele Instagram-Nutzer begnügen sich mit einem Foto vor dem See, doch einige scheuen den Kontakt mit dem Wasser nicht. Sie landen dann im Spital. Auf Instagram finden sich unter Monte Neme viele Fotos zum giftigen See.

Auch in Russland gibt es einen kontaminierten See, der aus einem ehemaligen Kohlewerk entstanden ist und von Instagrammern gerne als Foto-Motiv verwendet wird.