Digital Life
05.10.2018

Instagram soll GPS-Daten aufzeichnen und an Facebook weiterleiten

Instagram experimentiert anscheinend damit, GPS-Daten seiner User aufzuzeichnen und damit das Bewegungsprofil auf Facebook zu füttern.

Facebook scheint nun auch Instagram für die Überwachung seiner User benutzen zu wollen. Kurz nachdem die Gründer der App das Unternehmen im Streit verlassen haben, taucht in einer Prototyp-Version nun eine Tracking-Funktion auf, wie TechCrunch berichtet. Dem Bericht zufolge zeichnet Instagram die GPS-Daten der User auf und leitet diese an Facebook weiter, um eine komplette Bewegungsanalyse des Users zu erstellen.

Wo halten sich User wann auf

Die Standortverlaufoption auf Facebook gibt es schon länger. Sie zeigt auf einer Karte an, wo sich der Benutzer wann aufgehalten hat. Ihm kann daraufhin nicht nur ortsgebundene Werbung gezielter ausgespielt werden, der Algorithmus kann aus den oft frequentierten Plätzen – sei es eine Schule, das Fitnesscenter oder der Arbeitsplatz – noch genauer auf Produkte schließen, die dem User gefallen könnten.

Wer Facebook den Zugriff auf seinen Standort verbietet – und zumindest hoffen kann, dass die App diese Daten dadurch wirklich nicht sammelt – könnte künftig also stattdessen von Instagram überwacht werden. Da diese Bewegungsprofile typischerweise von keinem anderen User gesehen werden, könnte die Option auch still und heimlich integriert werden und erfordert nach der Einigung mit der US-amerikanischen Federal Trade Commission nicht einmal die Zustimmung des Benutzers.

Im aufgetauchten Prototyp soll die Funktion, die laut Screenshot in den Einstellungen unter dem neuen Menüpunkt Location Settings zu finden ist, standardmäßig deaktiviert gewesen sein. In der aktuellen Version werden zumindest noch keine Bewegungsprofile erstellt, bestätigt ein Facebook Sprecher gegenüber TechCrunch. Jedoch werde man die User über künftige Änderungen in den Orteinstellungen informieren, heißt es weiter.