Digital Life
08.05.2014

Japaner wegen 3D-Drucker-Waffe festgenommen

Der 27-jährige Hochschulmitarbeiter erklärte im Nachhinein nicht gewusst zu haben, dass er damit das Gesetz bricht.

Ein Japaner hat Pistolen mit einem 3D-Drucker gebaut - und wurde wegen illegalen Waffenbesitzes festgenommen. „Ich habe die Pistolen hergestellt aber nicht gedacht, dass das illegal ist“, sagte der 27-jährige Mitarbeiters einer Hochschule am Donnerstag laut dem japanischen Fernsehsender NHK.

In Japan ist der Besitz von Schusswaffen verboten. Es ist das erste Mal, dass Japans strenge Waffengesetze auf den Besitz von Waffen angewandt wurden, die mit 3D-Druckern gebaut wurden.

The Liberator

Zuletzt machten die gedruckten Waffen vor allem in den USA Schlagzeilen. Eines der ersten Modelle wurde unter dem Namen „The Liberator“ von der Gruppierung Defense Distributed entwickelt. Die Veröffentlichung der Baupläne im Internet sorgte für weitreichende Diskussionen in der 3D-Drucker-Community, die dazu führten, dass 3D-Druck-Plattformen die Liberator-Vorlagen wieder offline nahmen. Hersteller von 3D-Druckern bauten außerdem Mechanismen ein, durch die die Software Waffen-Modelle erkennt und den Druck verweigert.

Vergangenen Sommer gab es auch in Israel einen Vorfall mit einer Waffe aus dem 3D-Drucker. Dabei schaffte es ein Reporter die strengen Sicherheitskontrollen im Parlament ungehindert zu durchschreiten und Ministerpräsident Netanyahu mit der Waffe bedrohlich nahe zu kommen.