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Digital Life
02/04/2020

Jeff Bezos zahlt über 16.000 US-Dollar für Falschparken

An manchen Tagen wurden durchschnittlich 3 Strafzettel pro Tag ausgestellt.

Jeff Bezos gehört zu den reichsten Menschen der Welt. Da sind 16.840 US-Dollar für Falschparken höchstens Peanuts. Dennoch fragt man sich, wie in nur 3 Jahren über 564 Strafzettel angesammelt werden konnten.

Der Amazon-Chef selbst ist dabei nicht der Übeltäter, aber dennoch nicht unschuldig. Wie WUSA9 berichtet, sind die Parkstrafen im Zuge der Renovierung von Bezos Villa entstanden.

WUSA9 hat die Daten für den Zeitraum Oktober 2016 bis Oktober 2019 bei der zuständigen Behörde beantragt, für den Straßenabschnitt in Washington DC, in der Bezos Haus steht. Bezos hat das Haus im Oktober 2016 gekauft. Im Oktober 2019 waren die Renovierungsarbeiten nahezu abgeschlossen. Angeblich hat Bezos 23 Millionen US-Dollar für das Haus gezahlt und nochmal 12 Millionen US-Dollar für die Renovierung.

Insgesamt kamen 564 Strafzettel zusammen. Zum Höhepunkt der Umbauarbeiten, im April 2018, waren es im Durchschnitt 3 Strafzettel pro Tag. Zu den Vergehen gehören das Missachten von „Parken Verboten“-Schildern, Parken auf Anrainer-Parkplätzen und Parken auf Gehsteigen.

Geheimhaltungsklausel

WUSA9 hat versucht die Bauunternehmer zu kontaktieren, um sie zu den Strafen zu befragen. Diese sagten, dass alle Arbeiter eine Geheimhaltungsklausel unterschreiben mussten, die alles umfasst, was mit den Umbauarbeiten zu tun hat.
WUSA9 hatte aber beobachtet, wie Arbeiter aus dem Haus zu den Fahrzeugen mit den Strafzetteln gingen. So konnten sie feststellen, dass die Kennzeichen, die in den Daten für das Falschparken vermerkt sind, tatsächlich zu Autos der Arbeiter gehörten. Ein Lieferwagen eines Elektrikers, der an dem Haus arbeitet, sammelte etwa über einen Zeitraum von 3 Wochen 14 Strafzettel an.

Aus einer Quelle, die mit dem Umbauarbeiten vertraut ist, hat WUSA9 noch Weiteres erfahren. Der Generalunternehmer sei sich den Problemen mit der Parksituation von Anfang an bewusst gewesen. So wurde ein Parkplatz weiter weg für die Arbeiter geschaffen und ein Shuttle-Service eingerichtet, um die Straße nicht komplett zuzuparken. Laut dieser Quellen wurden zudem alle Strafen bezahlt worden.