© Gregor Hartl

Sicherheit
01/28/2015

Maldrone: Neue Malware lässt Drohnen abstürzen

Ein indischer Sicherheitsforscher hat eine Backdoor-Lücke entdeckt, über die private Drohnen, wie jene von Parrot und DJI, übernommen und zum Absturz gebracht werden können.

Rahul Sasi, ein indischer Sicherheitsforscher, hat eine Backdoor-Lücke in privaten Drohnen entdeckt, über die Angreifer das kleine Fluggerät kontrollieren können. Sasi hat die Lücke als Maldrone bezeichnet und demonstriert einen erfolgreichen Angriff in einem YouTube-Video. Dazu muss sich die Drohne lediglich in Reichweite eines Laptops befinden, sodass der Angriff per Datenverbindung ausgeführt werden kann.

Laut Sasi handelt es sich nicht um die erste Schadsoftware, die eine Drohne übernehmen kann, andere Hacks setzten aber auf Lücken in der API von Drohnen-Hersteller Parrot. Er versuche eine Backdoor zu finden, die sich auf nahezu allen Modellen einsetzen lässt, auch jenen von Parrot-Konkurrent DJI.

Diskussion in USA

Über den Hack kann die Drohne vollständig übernommen werden, auch ohne dass der Besitzer etwas davon bemerkt. So könnte beispielsweise bei einer zur Überwachung eingesetzten Drohne das Video-Material verfolgt werden. Zudem kann die Drohne entführt oder plötzlich zum Absturz gebracht werden. Vor allem das Absturz-Szenario dürfte wohl von Flugbehörden wie der US-amerikanischen FAA im Auge behalten werden. Diese bereitet derzeit neue Regeln zum Einsatz der beliebten Privat-Drohnen vor - in Österreich ist das relativ eindeutig geregelt. In den letzten Tagen sorgte ein Fall einer vor dem Weißen Haus abgestürzten Drohne für Aufsehen, die aber offenbar von einem betrunkenen Mitarbeiter einer US-Behörde gesteuert wurde.

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