Digital Life
02.07.2015

Mastercard will Online-Zahlungen mit Gesichtsscan prüfen

Das Kreditkartenunternehmen experimentiert derzeit mit verschiedenen biometrischen Sicherheitsfunktionen.

Mastercard will offenbar verstärkt auf Biometrie setzen. Ab Herbst will man mit einem neuen Programm starten, das es den Anwendern ermöglicht, ihre Identität per Gesichtsscan oder auch wahlweise per Fingerabdruck zu bestätigen. Möglich wird das über eine neue App, wie CNN Money berichtet.

Bislang setzte Mastercard beim Verifizieren von Online-Zahlungen auf den sogenannten SecureCode, also ein gewöhnliches Passwort oder teilweise auf ein TAN-System, bei dem man die entsprechende Nummer per SMS zugesandt bekommt.

Gesicht und Finger

Bei der neuen App kann man stattdessen wählen, ob man seine Identität per Fingerabdruck oder per Gesichtsscan bestätigen will. Für ersteres ist ein Smartphone mit einem entsprechenden Sensor notwendig. Der Konzern arbeitet dabei laut eigenen Angaben mit allen größeren Smartphone-Herstellern zusammen, darunter Apple, Samsung und BlackBerry.

Das gescannte Gesicht wird dabei zu den MasterCard-Servern übertragen, was Datenschützern sauer aufstoßen könnte. Beim Fingerabdruck-Scan bleiben hingegen alle biometrischen Informationen lokal auf dem Smartphone gespeichert.

Stimme und Herzschlag

Laut einem Unternehmensvertreter arbeitet MasterCard unter anderem auch daran, dass sich Kunden per Stimmerkennung identifizieren können. Außerdem wird auch damit experimentiert, den Herzschlag zu diesem Zweck zu analysieren.