Digital Life
31.03.2018

Nach Spott im Netz: Ronaldo bekommt neue Statue

Eine Büste von Fußballer Christiano Ronaldo zieht seit 12 Monaten als Meme weite Kreise. Der Künster versucht es erneut.

Genau ein Jahr nach der Präsentation einer Büste mit dem Antlitz von Real-Madrid-Superstar Cristiano Ronaldo, hat der Künstler Emanuel Santos seinen zweiten Versuch vollendet. Das Werk, das für den Flughafen in Funchal auf Madeira gegossen worden war, und unter Anwesenheit von Ronaldo enthüllt wurde, sorgt seit 12 Monaten in unzähligen Postings im Internet für Spott und Hohn.

Ronaldo Büste

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Entstellter Superstar

Die Büste sei wie eine schlechte Karikatur von Ronaldo, der Fußball sei mit tief hängendem Auge und schief lächelndem Mund völlig entstellt dargestellt, lautet die gängige Kritik. Nun hat die amerikanische Webseite „Bleacher Report“ bei Santos eine zweite Skulptur in Auftrag gegeben, mit der er sein wahres Können unter Beweis stellen könne. Bei der neuen Statue verzichtet der Künstler auf eine allzu freie Interpretation, der Mund ist geschlossen, die Augen und Haare sind ebenmäßig geformt.

Internetreaktionen machten Leben zur Hölle

In einem Interview mit Bleacher Report erzählen der Künstler, aber auch seine Ehefrau unter Tränen, wie die endlose Welle an verletztenden Kommentaren im Internet und sämtlichen Medien auf der Welt sein sowie das Leben seiner Familie zur Hölle gemacht habe. Unter dem Gespött und den Sticheleien habe er im vergangenen Jahr sehr gelitten, erklärte der auf Madeira lebende Santos.

Dass die Original-Büste Ronaldo kaum ähnlich sah, will er aber auch heute nicht überbewerten, auch wenn es sich offenbar um seine erste öffentlich gezeigte Büste handelte. "Jedes Kunstwerk ist keine naturgetreue Abbildung der Realität. Da geht es immer auch um eine Interpretation und um künstlerische Freiheit, wie man mit einem Sujet umgeht", sagt Santos in dem Video. Mit der neuen Büste soll die Diskussion - zumindest von Besuchern am Flughafen - abebben. Im Internet wird die Original-Büste wohl noch viele Jahre zirkulieren.