Reed Hastings

Reed Hastings

© APA/AFP/CHRISTOPHE ARCHAMBAULT / CHRISTOPHE ARCHAMBAULT

Digital Life
09/09/2020

Netflix-Chef sieht nur Nachteile bei Homeoffice

Reed Hastings kann der Arbeit von Zuhause aus wenig abgewinnen. Sie werde sich nicht durchsetzen, glaubt er.

Bis ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung steht, wird der Großteil der Netflix-Mitarbeiter von Zuhause aus arbeiten. Glücklich ist Netflix-Chef Reed Hastings darüber aber nicht. Er könne am Homeoffice nichts Positives erkennen, sagt er dem "Wall Street Journal".

Nicht persönlich zusammenkommen zu können, sei besonders für international agierende Unternehmen nur negativ, so der Netflix-CEO weiter.

Rückkehr ins Büro nach Impfung

Er rechne damit, dass sobald die Mehrzahl seiner Mitarbeiter geimpft sei, das normale Büroleben bei Netflix wieder weitergehe. Das werde wohl 6 Monate nach der Verfügbarkeit eines Impfstoffes der Fall sein.

Auch andere Technologieunternehmen, wie etwa Facebook oder Google, haben das Homeoffice bereits bis Juli 2021 verlängert. Geht man davon aus, dass Anfang des Jahres erste Impfstoffe zugelassen werden, dann dürfte es auch bei Netflix solange dauern.

Kein Zukunftsmodell

Dass sich das Homeoffice auf breiter Basis auch nach der Corona-Krise durchsetze, glaubt Hastings nicht. Von 5 Arbeitstagen würden wohl bei den meisten Unternehmen die Mitarbeiter 4 Tage im Firmenbüro und einen Tag virtuell von zuhause aus arbeiten.

Der Netflix-Chef legt großen Wert auf Unternehmenskultur. Über die Arbeitskultur bei seinem Unternehmen veröffentlichte Hastings auch ein Buch. Einige in "No Rules Rules: Netflix and the Culture of Reinvention" enthaltene Passagen klingen zumindest gewöhnungsbedürftig. So etwa der sogenannte Keeper-Test, bei dem Vorgesetzte dazu angehalten werden, Mitarbeiter zu entlassen, wenn sie nicht mehr für sie kämpfen würden.

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