Digital Life
13.05.2015

Netflix-Index: A1 weiter abgeschlagen Letzter

A1 liegt nach wie vor weit zurück, Liwest führt mit 4,34 Mbps. CableLink konnte sich in den letzten Monaten stark verbessern und nun auch UPC überholen.

Der österreichische Internet-Anbieter A1 belegt weiterhin den unrühmlichen letzten Platz des ISP-Geschwindigkeitsindexes von Netflix. Der Streaming-Anbieter misst die Durchschnittsgeschwindigkeiten einzelner Anbieter zu Stoßzeiten und veröffentlicht monatlich die Ergebnisse. Damit möchte der US-Konzern weltweit Internetanbieter an den Pranger stellen, sodass diese den Ausbau der Bandbreiten vorantreiben.

An der Spitze steht weiterhin Liwest mit 4,34 Mbps im Durchschnitt, gefolgt von Kabelplus. Insgesamt gab es wenig Bewegung seit Beginn der Messungen, lediglich CableLink ( Salzburg) konnte zuletzt seine Geschwindigkeit deutlich steigern und UPC überholen. Mit deutlichem Abstand folgt Tele 2 hinter UPC, danach kommt weit abgeschlagen A1 mit 2,3 Mbps. Österreich liegt mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 3,21 Mbps auf Rang 12 von insgesamt 29 Ländern. Die Schweiz führt weiterhin mit 4,06 Mbps.

A1-Angebot abgelehnt

Die Telekom Austria setzt wohl darauf, dass man hierzulande einen ähnlichen Deal wie einige US-Anbieter erzielen könnte. Das rasante Kundenwachstum in den USA sorgte dafür, dass die Geschwindigkeit des Dienstes bei einigen Anbietern drastisch einbrach.

Gegen Gebühren kooperieren die Anbieter nun mit Netflix. Laut A1-Chef Hannes Ametsreiter habe man Netflix angeboten, ein heimisches Content Delivery Network gegen Bezahlung einzurichten, der US-Konzern habe aber abgelehnt. Die Telekom Austria will noch dieses Jahr einen eigenen Streaming-Dienst präsentieren, der gegen Netflix antreten soll.