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Unternehmenspolitik
10/21/2010

Neuer Nokia-Chef will Unternehmen rasch auf Erfolgskurs bringen

Stephen Elop ist erst seit fünf Wochen der Chef des finnischen Handy-Herstellers und will so rasch wie möglich Versäumnisse aus der Vergangenheit nachholen.

"Kritiker sagen, dass es bei Nokia einfach zu lange dauert, Sachen in Gang zu bekommen. Da müssen wir wirklich etwas tun." Mit solchen und anderen kritischen Aussagen ließ der Stephen Elop, Chef von Nokia, bei der Präsentation der Verkaufszahlen aufhorchen. Trotz der überaus positiven Zwischenbilanz, Nokia konnte einen Nettogewinn von 529 Millionen Euro vorweisen, sieht der Chef des finnischen Unternehmens dringenden Handlungsbedarf, um auch weiterhin erfolgreich zu sein. "Auch aggressiv" wolle er anpacken, um dies zu erreichen und wisse, dass der Aufsichtsrat geschlossen hinter ihm steht.

Dies sei vor allem in der Smartphone-Sparte wichtig, denn im Gegensatz zu den Produkten der Konkurrenten Apple und jener Geräte, die mit dem Google-Betriebssystem Android ausgestattet sind, hinkt Nokia in diesem Segment nach wie vor hinter her. Auch beim jüngsten Smartphone-Modell, dem Nokia N8, scheint es sich nach derzeitigem Stand wieder nicht um einem Verkaufsschlager zu handeln. Für den mäßigen Erfolg im heiß umkämpften Smartphone-Segment seien laut dem Kanadier, nicht nur "dauernde Lieferengpässe bei Komponenten wie Kameras und Displays", sondern auch der fehlende "ganz enge Kontakt" zur Kundschaft verantwortlich.
Die aggressiven geplanten Maßnahmen scheint Elop so rasch wie möglich umsetzen zu wollen. Den Anfang setzte die Streichung von 1.800 Stellen. Zudem soll das Betriebssystem Symbian in eine andere Richtung weiterentwickelt werden. Lee Williams, der Chef der Stiftung, die für die Entwicklung des Betriebssystems verantwortlich ist, trat am Dienstag zurück. An seine Stelle wird Tim Holbrow treten, der bisher für das operative Geschäft verantwortlich war. Seitdem mit Stephen Elop zum ersten Mal kein Finne an der Spitze des Unternehmens steht, gab es bereits einige personelle Veränderungen. Anssi Vanjoki und Ari Jaaski, der Chef der MeeGo-Sparte hatten erst vor kurzem ihren Hut genommen.

Wie lange Nokia noch an Symbian festhalten wird, nachdem bereits Samsung und Sony Ericsson mittlerweile auf Android und Windows Phone setzen, wird sich zeigen. Die Zeichen stehen denkbar schlecht, hat Nokia doch bereits in Zusammenarbeit mit Intel, mit MeeGo ein alternatives Betriebssystem entwickelt, das künftig das Zugpferd der N-Serie sein soll.

(futurezone)

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