Digital Life

Die Bedienoberfläche der Fahrkartenautomaten an Österreichs Bahnhöfen wird sich bald grundlegend verändern. Was künftig auf dem Touchscreen der Automaten erscheint, wird ÖBB-App und ÖBB-Webseite stark ähneln. Das in die Jahre gekommene User Interface der Automaten wird durch ein modernes ersetzt. Dieses soll das Buchen von Zugreisen einfacher denn je machen. Die ÖBB führen aber nicht nur eine neue Bedienoberfläche ein, auch im Hintergrund wurde das gesamte bisherige Vertriebssystem verändert.

Vertriebssystem erreicht Automaten

Für Kunden sichtbar wurde die Umstellung des Vertriebssystems erstmals durch die neue ÖBB-App. Die Beta-Version der neuen App wurde im Herbst 2015 gestartet. 2016 folgte der Relaunch der ÖBB-Webseite. Auch an den Ticketschaltern in den Bahnhöfen wurde das neue Vertriebssystem bereits weitgehend eingeführt. Nun folgt die Umsetzung an den Automaten. Im Fokus der neuen Bedienoberfläche stehen die leichte Verständlichkeit für den Kunden und die rasche Abwicklung des Bestellvorgangs.

"Bisher war die Bedienung der Automaten nicht sehr intuitiv", meint Valerie Hackl bei einem Besuch der futurezone am Hauptbahnhof Wien. Hackl ist als Mitglied des Vorstandes der ÖBB Personenverkehr AG unter anderem für Vertrieb und Digitale Mobilität verantwortlich. "Das neue System unterstützt die Mobilität von morgen. Der Kunde erhält am Automaten sämtliche Informationen über seine Reise und die Tickets für den gesamten Weg."

Durch die Integration aller sieben Verkehrsverbünde in Österreich können nicht nur Fahrscheine für ÖBB-Züge, sondern auch für regionale Verkehrsmittel ausgestellt werden. Das Neue daran ist: Man kann nunmehr Verbundtickets unabhängig vom Standort kaufen, d.h. jetzt kann man auch in Wien schon einen Verbundfahrschein für Tirol kaufen. Vorher konnte man das erst am Bahnhof in Tirol.