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Digital Life
06/20/2019

Online-"Loverboys" werben Frauen als Prostituierte an

Um Menschenhandel einzuschränken sollen Mädchen bereits in Schulen für gefährliche Online-Taktiken sensibilisiert werden.

In einem Bericht über die Bekämpfung von Menschenhandel in Deutschland hat der Europarat eine verstärkte Anwerbung von Prostituierten im Internet beklagt. Vor allem Mädchen und junge Frauen seien einem erhöhten Risiko ausgesetzt, von sogenannten "Loverboys" angeworben zu werden, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Expertengremiums des Europarats für Menschenhandel (Greta).

Daher müssten bereits in Schulen Kinder für die Risiken einer solchen Anwerbung im Internet sensibilisiert werden. Das Expertengremium bescheinigte Deutschland zwar auch wesentliche Fortschritte im Kampf gegen Menschenhandel. So werden in dem Bericht die Anpassungen im deutschen Strafrecht gemäß der Konvention gegen Menschenhandel positiv hervorgehoben. Allerdings fehlt in Deutschland nach Ansicht des Gremiums mit Sitz in Straßburg noch immer eine nationale Strategie gegen Menschenhandel.