Eines der ersten Modelle der Liberator

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Digital Life
11/24/2013

Philadelphia verbietet 3D-Druck von Waffen

Philadelphia hat als erste Stadt in den USA die Herstellung von Schusswaffen mit 3D-Druckern untersagt.

Am Donnerstag stimmte der Gemeinderat der Stadt im US-Bundesstaat Pennsylvania einstimmig für ein Herstellungsverbot 3d-gedruckter Waffen. Dabei handle es sich um eine vorbeugende Maßnahme, zitiert das „Philadelphia Magazine“ die Autorin der Gesetzesvorlage, Kenyatta Johnson. Bislang seien in der Stadt keine Fälle der Herstellung solcher Waffen bekannt.

Auch im US-BundesstaatNew York wird ein Gesetzesentwurf diskutiert, der ein Verbot der Herstellung von Waffen mit 3D-Druckern vorsieht.

Ruf nach schärferen Gesetzen

Die Online-Veröffentlichung der Baupläne für die erste funktionsfähige Pistole aus einem 3D-Drucker im Mai dieses Jahres hatte in den USA zu Rufen nach schärferen Gesetzen geführt. Das Verbot von Waffen aus dem 3D-Drucker wird unter anderem auch in Kalifornien diskutiert.

In Österreich sehen die Behörden die Entwicklung gelassen. "Die derzeitigen Bestimmungen reichen aus, um Waffen aus dem 3D-Drucker zu regulieren. Das unsachgemäße Herstellen einer Waffe ist - genau wie der Umbau von Übungswaffen - ein Delikt“, sagte ein Sprecher des Bundeskriminalamts im Mai zur futurezone.