re:publica startet heute in Berlin

© Jakob Steinschaden

re:publica startet heute in Berlin
04/13/2011

re:publica startet heute in Berlin

Die Konferenz re:publica findet zum fünften Mal in Berlin statt. Thematische Schwerpunkte sind in diesem Jahr die Social-Media-Revolutionen in der arabischen Welt, das “Open Web” und die Digitale Gesellschaft. Die futurezone berichtet an allen drei Tagen vor Ort.

von Jakob Steinschaden

Berlin, Berlin: Die deutsche Hauptstadt ist bereits zum fünften Mal Schauplatz der Konferenz re:publica, die ab heute drei Tage lang „Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft“ zum Thema hat. Etwa 3000 Gäste wollen sich den etwa 130 verschiedenen Vorträgen, Sessions und Workshops von etwa 250 Sprechern im Berliner Friedrichspalast und der nahegelegenen Kalkscheune widmen. Die Konferenz, die von den beiden renommierten deutschen Blogs www.spreeblick.com und www.netzpolitik.org veranstaltet wird, ist seit Wochen ausverkauft. Spätentschlossene haben lediglich Chance auf Tagestickets (Mi und Do ab 20 Euro, Fr ab 10 Euro) oder können ein Premium-Supporter-Ticket um 399 Euro lösen.

Große ThemenvielfaltDie wichtigsten Themenblöcke auf der diesjährigen re:publica werden die vermeintlichen Social-Media-Revolutionen in der arabischen Welt, Open Web und die Digitale Gesellschaft sein. So wird etwa die ägyptische Bloggerin Noah Atef über den Einsatz von Facebook und Twitter bei den #jan25-Protesten berichten, eine Podiumsdiskussion klären versuchen, ob moderne Revolutionen digitale Revolutionen sind und der palästinensische Politologe Zahi Alawi der Frage nachgehen, wo die Wurzel der “Facebook-Revolution” liegt.

Mitchell Baker, Vorsitzende der Firefox-Schmiede Mozilla, wird sich dem Thema “Open Web” und Individualität widmen, Diaspora-Mitgründer Maxwell Salzberg über neue Entwicklungen des Open-Source-Netzwerks berichten und der ehemalige WikiLeaks-Mitarbeiter Daniel Domscheit-Berg über sein neues Projekt OpenLeaks referieren.

Start für die Digitale Gesellschaftnewthinking-communications-Mitgründer und re:publica-Mitveranstalter Markus Beckedahl wird in seinem Vortrag die “Digitale Gesellschaft” erklären, die im Rahmen der re:publica offiziell starten wird. Dabei soll es sich um einen Verein handeln, der als Plattform für die Verteidigung digitaler Bürgerrechte eintreten will und nach dem US-Vorbild EFF (“Electronic Frontier Foundation”) und Greenpeace organisiert sein. Das Ziel: Den Internetnutzern Deutschlands soll eine Stimme gegeben, vor allem weniger netzaffine Teile dr Bevölkerung sollen für netzpolitische Themen sensibilisert werden.

Gänzlich anderes Terrain wird der bekannte Blogger und Autor Sascha Lobo beschreiten, der auf Wunsch seiner Leser “Neues über die Trollforschung” berichten wird. Der schwedische Pirate-Bay-Mitgründer Peter Sunde wird außerdem erzählen, wie es seinem Bezahl-Dienst Flattr im ersten Jahr seines Bestehens ergangen ist.

Österreichische BeteiligungAuch aus Österreich sind Vortragende auf der re:publica zu Gast. Johannes Grenzfurthner von der Künstlergruppe monochrom wird mit “Kiki and Bubu” ein Zensur-kritisches Puppenspiel aufführen, Heinz Wittenbrinck von der Grazer FH Johanneum wird über “Web Literacy” referieren. Judith Schossböck von der Donau-Uni Krems und Alexander Banfield-Mumb von der Uni Salzburg werden sich dem Thema “Slacktivism” am Beispiel der Studentenproteste “unibrennt” widmen. Die Linzer Dobusch und Stefan Pawel werden schließlich Netzpolitik  kommunaler Ebene diskutieren.

Für Abendunterhaltung ist auf der re:publica auch gesorgt: Es werden PowerPoint-Karaoke (Mi) und Twitter-Lesungen (Do) geboten.Warnung vor Passwort-DiebenAuch in diesem Jahr befürchten die Veranstalter der re:publica, dass die gebotenen WLAN-Netze für die Besucher intensiv nach Passwörtern abgegriffen werden könnten. Gästen wird geraten, vor der Nutzung Passwörter zu ändern und niemals das gleiche Passwort bei verschiedenen Webseiten zu verwenden. Auch wird geraten, Web-Dienste wie Twitter und Facebook nur über eine SSL-Verschlüsselung anzusurfen.

Die futurezone wird von allen drei Tagen der Konferenz vor Ort berichten.


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