Digital Life
26.03.2017

Nach Crash: Uber pausiert Tests mit selbstfahrenden Autos

In Arizona hat sich ein Unfall mit einem von Ubers selbstfahrenden Autos ereignet. Als Reaktion wird Uber seine Tests mit autonomen Fahrzeugen vorerst aussetzen.

Die meisten Unfälle von autonomen Testautos sind eher harmlose Auffahrunfälle. In Arizona ist eines von Ubers selbstfahrenden Autos nach einem Crash auf der Seite gelandet.

Daher ist zu vermuten, dass der Unfall bei höherer Geschwindigkeit stattgefunden hat. Ein Auto soll dem Uber-Volvo die Vorfahrt genommen und es von der Seite getroffen haben. Ein drittes Fahrzeug wurde ebenfalls beschädigt, das von einem der beiden Autos getroffen wurde.

Uber hat den Unfall und die Authentizität der Unfallfotos bestätigt. Laut Uber war kein Passagier am Rücksitz, der Fahrer wurde nicht verletzt.

Update

Uber hat mittlerweile bestätigt, dass sich das Fahrzeug im autonomen Modus befunden hat. Bis der Vorfall vollständig untersucht ist, wird Uber seine Test mit selbstfahrenden Autos pausieren. Obwohl ein anderes Autos den Unfall verursacht hat, soll geklärt werden, ob eine bessere Software im selbstfahrenden Auto den Crash verhindern hätte können. Auch soll geklärt werden, ob der Fahrer des Uber-Autos durch rechtzeitiges Übernehmen des Steuers den Unfall verhindern hätte können.

Ein kürzlich geleakter Bericht über das Testprogramm offenbarte, dass die Fahrer durchschnittlich alle 1,3 Kilometer eingreifen müssen, um Fehler der selbstfahrenden Autos zu korrigieren.

Schwere Zeiten

Der Unfall kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt für Uber. Mitarbeiter werfen dem Unternehmen vor, in der Firmenzentrale sexuelle Belästigung zu tolerieren. Mit technischen Tricks soll Uber versucht haben Auflagen örtlicher Behörden zu umgehen.

Der Führungskräfte-Exodus bei dem Unternehmen gipfelte jüngst im Abgang des erst vor einem halbem Jahr angeheuerten Top-Managers Jeff Jones. Wegen der selbstfahrenden Autos, die Uber testet, gibt es Patentstreitigkeiten mit der Google-Mutter Alphabet.