Digital Life
17.03.2017

SkyNet: Schrotflinten-Munition holt Drohnen vom Himmel

Die US Air Force testet aktuell eine spektakuläre Art, unbemannte Flugobjekte rasch vom Himmel zu holen.

Mit dem Aufkommen von Drohnen stellt sich für Behörden und Militär auch verstärkt die Frage, wie man die kleinen Fluggeräte im Notfall abwehren kann. Die US Luftwaffe Air Force testet nun eine neue Methode: Dabei kommt eine spezielle Munition zum Einsatz, die mit einer gewöhnlichen Schrotflinte abgefeuert werden kann, wie The Drive berichtet. Entwickelt werden die speziellen Patronen mit dem Namen SkyNet von dem Unternehmen AMTEC Less Lethal Systems (ALS).

Die Munition springt nach dem Abschuss in fünf Einzelteile auseinander und entfaltet ein Netz mit einer Spannbreite von rund 1,5 Meter. Jenes soll die Drohne einfangen und so zum Absturz bringen. Abgesehen von dem möglichen Schaden durch den Aufprall soll die Drohne dabei nicht beschädigt werden. Das soll zusätzliche Beweissicherung durch die Behörden ermöglichen. Eingesetzt werden kann die Munition gegen Drohnen mit einem Gewicht von bis zu 25 Kilogramm.

Schrotflinte

Konzipiert ist SkyNet für die Schrotflinte Remington Model 870. Lediglich eine kleine Anpassung an der Mündung ist notwendig, damit die Projektile in der richten Richtung abgeschossen werden. In einem ersten Schritt hat die Air Force 600 Stück der Munition gekauft und wird sie nun ausgiebig testen. Sollten das erfolgreich sein, könnten in den USA auch andere Teile des Militärs sowie die Polizei damit ausgestattet werden.

Die Abwehr von Drohnen hat sich mittlerweile zu einem lukrativen Geschäft entwickelt. Zahlreiche Start-ups entwickeln ebenfalls entsprechende Projekte.